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Geförderte Projekte

Wir fördern Organisationen und Projekte die sich für sicherere, legale Fluchtwege und sichere Häfen engagieren und sich der Kriminalisierung von Flucht und Migration entgegenstellen. Der Fokus liegt dabei auf dem Mittelmeer(raum).

Fördersumme in 2020

1.860.620
Förderübersicht 2020 | PDF

Legal Centre Lesvos

Unterstützung der Rechte von Migrant*innen auf Lesvos und Kampf gegen Kriminalisierung

Das Legal Centre Lesvos ist ein Team aus griechischen und ausländischen Anwält*innen, Dolmetscher*innen und Freiwilligen, das Migrant*innen, die auf dem Seeweg nach Lesvos gekommen sind, kostenlos und individuell Rechtsauskünfte und -hilfe anbietet. Neben dieser direkten Unterstützung arbeitet die Organisation an der Dokumentation von Verletzungen der Rechte von Migrant*innen und engagiert sich in der Advocacy-Arbeit und in strategischen Rechtsstreitigkeiten, um die griechische Regierung, die Mitgliedstaaten und die Institutionen der Europäischen Union zur Rechenschaft zu ziehen. Darüber hinaus setzt sich das Team für einen gleichberechtigten Zugang zu sicheren und legalen Flucht- und Migrationsrouten nach Europa ein und bekämpft alle Formen der Diskriminierung und Kriminalisierung von Migrant*innen.

  • Griechenland
  • 49.700,00
  • 1 Jahr
  • 6. Oktober 2021

Team der Informationsdienste für Asylbewerber (A.Ss.I.S.T)

As.S.I.S.T Athen-Chios

Das Asylum Seekers Information Services Team (A.Ss.I.S.T) bietet Asylbewerber*innen und Personen, die internationalen Schutz genießen, Rechtsbeistand in Form von Vorbereitung auf Anhörungen, Einlegung von Rechtsmitteln bei der ersten Ablehnung, Folgeanträge und Beratungen zu allgemeinen Rechtsfragen. Außerdem wird administrative Unterstützung geleistet, beispielsweise bei der Erneuerung von Ausweisen. Die Dienstleistungen werden persönlich auf Chios und digital für Kund*innen auf dem Festland angeboten. Um ihren Klient*innen auf dem Festland die gleiche Qualität der Dienstleistungen zu gewährleisten, ist A.Ss.I.S.T dabei, eine Präsenz in Athen aufzubauen.

  • Griechenland
  • 70.000,00
  • 1 Jahr
  • 6. Oktober 2021

SearchWing - Hochschule Augsburg

SearchWing

SearchWing entwickelt und baut Drohnen für die Suche nach Schiffbrüchigen. Damit unterstützt die Gruppe den Einsatz von zivilen Rettungsorganisationen wie Sea-Watch e.V., Sea-Eye e.V. oder Resqship e.V. Die autonom fliegende Drohne kann einfach von einem Schiff aus gestartet werden und landet nach der Suche im Wasser neben dem Schiff. Bei SearchWing arbeiten ehrenamtlich tätige Bürger*innen sowie Student*innen und Wissenschaftler*innen der Hochschule Augsburg zusammen. Mit den Mitteln der Stiftung wird die Entwicklung der nächsten Modellgeneration auf Basis von Faserverbundtechnologie zur Erhöhung der Zuverlässigkeit unterstützt.

  • Deutschland
  • 70.000,00
  • 1.5 Jahre
  • 22. September 2021

move on - menschen.rechte Tübingen e.V.

leave no one in bihac

Das Projekt "leave no one in bihac", das die Freiwilligengruppe frachcollective durchführt, unterstützt Menschen auf der Flucht an der bosnisch-kroatischen Grenze rund um Bihac / Bosnien-Herzegowina.

Die Gruppe organisiert die Verteilung von Nahrungsmitteln und Mahlzeiten, Zugang zu sauberem Wasser, Hygieneartikeln, Kleidung, Kochutensilien, Zelten, Schlafsäcken und ermöglicht eine Anbindung an das lokale Gesundheitssystem. Durch die Versorgung mit Grundbedürfnissen und die menschliche Anerkennung stärkt es die Souveränität und Selbstwirksamkeit der Geflüchteten.

Das frachcollective ist ein basisdemokratisches, selbstverwaltetes Kollektiv, das an der bosnisch-kroatischen Grenze aktiv ist. Im Fokus stehen Menschen auf der Flucht, die wegen der Grenzabschottungspolitik der EU von gewaltsamen Pushbacks betroffen sind und die außerhalb von staatlichen Lagern in und um Bihać in informellen Unterkünften leben.

  • Bosnien-Herzegowina
  • 80.000,00
  • 6 Monate
  • 22. September 2021

World Travelers Center

World Travelers Center

Das World Travelers Center in Sarajevo stellt unterschiedliche Ressourcen für flüchtende Menschen, die über die Balkanrouten kommen, bereit: rechtliche Beratung, medizinische Versorgung und psychotherapeutische Begleitung ebenso wie Sprach- und IT-Kurse.

Das Haus des Zentrums ist ein Ort der Solidarität und des Austauschs innerhalb der internationalen Community in Sarajevo. Die politische Arbeit des Zentrums besteht darin, diese besser miteinander zu vernetzen und sich gemeinsam gegen die Diskriminierung und für die Menschenrechte von illegalisierten und anderen vulnerablen Personen(-gruppen) einzusetzen.

  • Bosnien-Herzegowina
  • 45.060,00
  • 1 Jahr
  • 22. September 2021

Lighthouse Relief

Streetwork Projekt

Lighthouse Relief (LHR) ist eine humanitäre Organisation, die Menschen, die von Vertreibung betroffen sind, mit sofortiger und langfristiger Hilfe unterstützt. Das Emergency Response Streetwork-Programm von LHR unterstützt Geflüchtete, Asylsuchende und Migrant*innen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind oder unter prekären Bedingungen leben. Ihre individuellen Bedürfnisse werden durch einen ganzheitlichen Ansatz erfasst, die Menschen mit Non-Food-Artikeln, Nahrungsmitteln, sowie Informationen und Beratung versorgt, um sie mit den Diensten zu verbinden, die sie in ihrer spezifischen Situation unterstützen können, einschließlich medizinischer Versorgung, Rechtshilfe und Unterbringung. Das Team von LHR bietet in Zusammenarbeit mit Partner*innen in Athen auch Fallmanagement für komplexe Fälle an.

  • Griechenland
  • 89.490,00
  • 1 Jahr
  • 8. September 2021

Clandestini e.V.

We´ll Come United - Antirassistisches Sommertreffen 2021

We’ll Come United ist ein bundesweites Netzwerk, das die Alltagskämpfe in Lagern und gegen Abschiebungen unterstützt. Wir kämpfen für gleiche Rechte für alle, Bewegungsfreiheit und gegen Rassismus. Seit 2016 haben wir ein verlässliches Netzwerk aufgebaut, das sich lokal und bundesweit politisch einmischt. Basis sind die lokalen Gruppen und Initiativen, die alle selbstorganisiert und mit engem Kontakt zu Geflüchteten in Lagern zusammen arbeiten. Bundesweite Treffen dienen dem Austausch, der Planung von Aktionen und dem gegenseitigen Empowerment. Wichtig ist bei diesen Treffen, möglichst vielen Geflüchteten aus Lagern die Teilnahme zu ermöglichen.

  • Deutschland
  • 5.000,00
  • 3 Tage
  • 8. September 2021

Eudaimonia Medical Services

Eudamonia Medical Services

Eudaimonia Medical Services ist eine griechische Non-Profit-Organisation mit Sitz auf Lesbos. Ihre medizinische Versorgung besteht aus mehreren Komponenten und konzentriert sich darauf, Patient*innen, die eine diagnostische Versorgung benötigen (z. B. MRTs, CTs oder private Konsultationen, die im öffentlichen Gesundheitssystem nicht verfügbar sind), die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Darüber hinaus bietet die Organisation medizinische Übersetzungsdienste an, die nicht nur dem sprachlichen Verständnis der Patient*innen dienen, sondern es ihnen auch ermöglicht, sich wohl zu fühlen und kulturelle Unterschiede zu überbrücken. Viele der unterstützten Patient*innen erhielten medizinische Diagnosen, die sich auf ihr Asylverfahren auswirkten und es erforderten, zu reisen, um die benötigte Behandlung zu erhalten.

  • Griechenland
  • 111.000,00
  • 3 Monate
  • 3. September 2021

Clandestini e.V.

Palermo und Dakar Convergences

Abschlussplenum in Palermo mit Live-Schaltung nach Dakar

Vom 15. bis 19. September haben in Palermo und Dakar parallele Zusammenkommen zivilgesellschaftlicher Akteur*innen und Aktivist*innen sozialer Bewegungen stattgefunden, die - „from the Sea to the Cities“ - in Unterstützungs-, Rettungs- und Solidaritätsstrukturen insbesondere im Mittelmeerraum aber auch darüberhinaus auf den Flucht- und Migrationsrouten mitwirken. An vier Tagen haben Praktiken und Visionen des Kampfes um das Recht auf Bewegungsfreiheit stattgefunden, es wurde gemeinsam diskutiert, unterschiedliche Erfahrungen der letzten Jahre evaluiert und für die Zukunft geplant.

  • Italien und Senegal
  • 30.000,00
  • 5 Tage
  • 3. September 2021

Front-Lex

Unterstützung von Front-LEX im Verfahren gegen Frontex und des Tribunals 2022

Front-LEX arbeitet auf zwei Ebenen.

Die eine Ebene ist das Front-LEX Tribunal: Vorbereitung eines Tribunals der Zivilgesellschaft 2022 in Brüssel durch unser Aktionskomitee. Angeklagt werden Politiker*innen und Funktionär*innen aus vielen Ländern der EU, der Schweiz und Grossbritannien. Länderkomitees werden die Anklagedossiers vorbereiten und dem Tribunal vorlegen.

Die andere Ebene ist die Front-LEX Rechtsabteilung: Unsere Anwält*innen klagen vor ordentlichen Gerichten gegen die EU, die Agentur Frontex, sowie fehlbare Politiker*innen und Funktionär*innen in Europa. Die Juristische Abteilung hilft Opfern ihre Rechte einzufordern und Schadenersatz zu erlangen. Wir unterstützen andere Organisationen bei rechtlichen Fragen.

  • Luxemburg und Belgien
  • 79.200,00
  • 1.5 Jahre
  • 1. September 2021

Wave of Hope for the Future

Ein Netzwerk von selbstorganisierten Schulen in griechischen Geflüchtetenlagern

Wave Of Hope for the Future (WHF) ist ein Netzwerk von selbstorganisierten Schulen, die von Geflüchteten für Geflüchtete in griechischen Lagern betrieben werden.

WHF wurde im Lager Moria von Zekria Farzad gegründet, einem Journalisten, der aus Afghanistan geflohen und im Februar 2019 auf der Insel Lesvos in Griechenland angekommen ist. Inzwischen betreibt WHF Schulen in vier Geflüchtetenlagern in ganz Griechenland mit über 2.000 Schüler*innen: Lesvos, Athen (Lager Malakasa und Ritsona), Thessaloniki (Lager Nea Kavala). Im Rahmen informeller Bildung bietet WHF Sprachkurse für Englisch, Deutsch und Griechisch, Musik und Kunst, Fußball und Volleyball, Aktivitäten für Kinder, Schachturniere und Zeichentrickfilme an. Außerdem eröffnete die Organisation kürzlich ein Kunstlabor und ein Kunstausstellungszentrum auf der Insel Lesvos, um das Talent junger Künstler*innen auf der Flucht sichtbar zu machen.

  • Griechenland
  • 98.000,00
  • 1 Jahr
  • 18. August 2021

LOGS - Grup de Initiative Sociale

EFIR - Emergency Food for Immigrants in Romania

LOGS ist eine junge rumänische Graswurzelorganisation, die in Timișoara, nahe der serbischen und ungarischen Grenze, das Willkommenszentrum Casa LOGS für Menschen auf der Flucht betreibt. Für die meisten Flüchtenden ist Rumänien ein Transitland. Sie benötigen dort schnelle und unbürokratische Hilfe, die sie für die Nächte ohne Obdach und den weiten Weg, der meistens noch vor ihnen liegt, stärkt. Mit dem Projekt "EFIR - Emergency Food for Immigrants in Romania" unterstützt die Organisation people on the move mit Food-Tickets, Kleidung und medizinischer Erstversorgung.

  • Rumänien
  • 12.000,00
  • 6 Monate
  • 18. August 2021

SOS Mediterranee

Stelle für Advocacy Arbeit

Credits: Fabian Mondl/SOS MEDITERRANEE.

Wichtiger Bestandteil der Arbeit SOS Mediterranees ist die gezielte Advocacy- und Lobbyarbeit. Damit trägt die Organisation dazu bei, auf die politische und humanitäre Krise im Mittelmeer aufmerksam zu machen und das völker- und menschenrechtswidrige Verhalten europäischer Behörden und Agenturen aufzuzeigen. Mit ihrer Advocacy-Arbeit setzen sie sich konkret für eine europäisch koordinierte und finanzierte Seenotrettung, die Einhaltung internationalen Völkerrechts und gegen die Kriminalisierung von Solidarität mit Menschen auf der Flucht ein.

  • Deutschland
  • 21.385,00
  • 5 Monate
  • 28. Juli 2021

Mediterranea

Eine neue Such- und Rettungsmission unter italienischer Flagge im zentralen Mittelmeer

Die Stiftung unterstützt eine Such- und Rettungsmission der Organisation und deckt Teile der Kosten der Operation, einschließlich des Kaufs von Treibstoff, zusätzlicher Rettungsausrüstung, medizinischer Geräte, Lebensmittel, Ausgaben für Hafendienstleistungen und Gehälter für die professionelle Schiffscrew.

  • Zentrales Mittelmeer
  • 120.000,00
  • 2 Monate
  • 28. Juli 2021

Border Violence Monitoring Network

Grenzgewalt auf der Balkan Fluchtroute

Border Violence Monitoring Network (BVMN) ist ein horizontal und selbstorganisiertes Netzwerk von NGOs und Verbänden, das Pushbacks, Menschenrechtsverletzungen und weitere Formen von Gewalt an und innerhalb der europäischen Grenzen entlang der sogenannten "Balkanroute" dokumentiert und anprangert. Pushbacks sind zu einer immer wiederkehrenden Praxis an den Grenzen geworden, während sich andere Gewalttaten gegen Menschen auf der Flucht innerhalb der Staatsgrenzen häufen. Die Gewalt in Form von Kriminalisierung erreicht auch Aktivist*innen. Mit diesem Projekt will BVMN dieses Gewaltphänomen angehen, um eine sichere Fluchtrouten zu fördern. Zu diesem Zweck will das Netzwerk seine Überwachungsaktivitäten an den Grenzen konsolidieren, die Fälle von interner Gewalt sichtbar machen und eine effektive gemeinsame Strategie gegen Kriminalisierung aufbauen.

  • Balkan Region
  • 58.664,00
  • 1 Jahr
  • 14. Juli 2021

Alarme Phone Sahara

Die Gemeinschaftsküche in Agadez (Niger)

Seit Juli 2020 organisiert das Team von Alarme Phone Sahara (APS) in Agadez/Niger mit großem Engagement jeden Samstag eine Gemeinschaftsküche für Migrantinnen. Das Netzwerk APS ist ein Kooperationsprojekt zwischen Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen in der Sahel-Sahara-Region und Europa mit Hauptsitz und Büro in Agadez. Die Gemeinschaftsküche ist eine praktische Antwort auf eine Situation, in der viele Migrant*innen und Menschen auf der Flucht in Niger gestrandet sind, und täglich unter sehr prekären Bedingungen um ihr Überleben kämpfen. Diese ist durch die weltweite Coronakrise extrem verschärft worden. Die Küche ist für das APS Team Agadez ein wichtiges Element um in Austausch mit den Migrantinnen zu kommen. Außerdem stärkt sie solidarische Hilfen innerhalb der verschiedenen Migrantinnen-Gemeinschaften.

  • Niger
  • 7.788,00
  • 6 Monate
  • 14. Juli 2021

Handbreit - Nautical safety solutions

MV Louise Michel

Die Louise Michel, benannt nach der französichen Anarcho Feministin, ist ein ziviles Rettungsschiff, das 2020 ihre erste Mission im zentralen Mittelmeer gefahren ist. Das Team aus erfahrenen Akstivist*innen verbindet die Überzeugung, dass gesamtgesellschaftliche Konflikte wie Nationalismus, Rassismus, Patriarchat und Kapitalismus nicht getrennt voneinander gedacht und bekämpft werden können. An Bord und an Land lebt und arbeitet die Crew feministisch, vegan und mit flachen Hierarchien.

  • Zentrales Mittelmeer
  • 68.000,00
  • 1 Monat
  • 30. Juni 2021

Yoga and Sports with Refugees

Erweiterung von Yoga and Sport with Refugees nach Athen

Das Ziel von Yoga & Sport for Refugees (YSR) ist es, Menschen auf der Flucht zu befähigen, an sich selbst, ihre Träume und ihre Stärke zu glauben. Die Organisation unterstützt Menschen auf der Flucht dabei, wichtige Fähigkeiten aufzubauen und Teil einer starken Gemeinschaft zu werden. Dies geschieht durch Yoga-Aktivitäten und Sport. Im September 2020 hat das Team sein Projekt auf Athen ausgeweitet. Eines der grundlegenden Ziele von YSR ist es, Menschen auf der Flucht von Sport Teilnehmer*innen zu Trainer*innen zu machen, die für ihre eigenen Projekte verantwortlich sind. In Athen besteht das Koordinationsteam auch aus Menschen mit Fluchtgeschichte.

  • Griechenland
  • 50.820,00
  • 1 Jahr
  • 2. Juni 2021

Europe Must Act

Aufbau einer nachhaltigen solidarischen Bewegung

Europe Must Act startete im Jahr 2020 mit einem Aufruf zu radikalen Veränderung durch Grasswurzel-NGOs, die in Griechenland arbeiten. Die Bewegung fordert einen Wandel auf höchster europäischer Ebene. Mit einem Netzwerk von Ortsgruppen in ganz Europa, Forscher*innen und Aktivist*innen vor Ort an Europas Grenzen setzen sie sich nun für sichere Fluchtwege, Menschenrechte und ein Ende der gefängnisähnlichen Lager für Menschen auf der Flucht ein. Mit der Unterstützung des Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung ist Europe Must Act in der Lage, die Arbeit ihres europäischen Solidaritätsnetzwerks auszubauen und noch stärker auf Veränderungen hin zu arbeiten.

  • Europa
  • 36.000,00
  • 1 Jahr
  • 2. Juni 2021

borderline-europe

EU-Ad-hoc-Relocation: undurchsichtige Aufnahme- und Relocation-Mechanismen, die zu Asylablehnungen in Deutschland führen

Durch die Unterstützung des Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung ist es borderline möglich, aufbauend auf dem bereits veröffentlichten Report: “EU AD HOC RELOCATION - A lottery from the sea to the hotspots and back to unsafety” mit dem Follow-up Projekt ein besonderes Augenmerk auf die Lobbyarbeit für eine Bleibeperspektive der umverteilten Menschen in Deutschland zu legen, die zum großen Teil eine Abschiebung fürchten müssen. Nicht nur die Übersetzung des Reports ins Deutsche, auch die verstärkte Netzwerkarbeit mit lokalen Unterstützungsgruppen sowie Lobbyarbeit bei politischen Entscheidungträger:innen spielen hier eine große Rolle. Außerdem soll vergleichsweise ein niedrigschwelliges Monitoring der Relocation-Prozesse aus Griechenland nach dem Brand im Camp Moria durchgeführt werden. Zudem sollen mehrsprachige Informationen über den Relocation-Prozess nach Deutschland für in Italien ankommende geflüchtete Menschen erarbeitet werden.

  • Deutschland
  • 56.100,00
  • 1 Jahr
  • 2. Juni 2021

Stand by me Lesvos

Recycling Projekt

Das Recycling-Projekt ist eine Zusammenarbeit von Stand By Me und dem Moria Corona Awareness Team (MCAT), einer selbstorganisierten Gruppe von Menschen auf der Flucht in Moria, die ein Recycling-/Flaschentauschsystem im Lager eingeführt hat. Es sieht vor, dass die Bewohner*innen des Camps ihre leeren Flaschen, die sie bei der Essensausgabe erhalten haben, zu einer der MCAT-Recycling-Stationen bringen, bei der sie im Gegenzug zum Beispiel Lebensmittel oder kaltes Wasser im Sommer erhalten. Die von MCAT gesammelten Flaschen hingegen werden recycelt. Im Jahr 2020 sammelte MCAT täglich 15.000 Flaschen an sechs Tagen in der Woche, was dazu führte, dass etwa 2.000.000 Flaschen recycelt werden konnten.

  • Greece
  • 61.260,00
  • 8 Monate
  • 2. Juni 2021

Blindspots

Versorgung von Grundbedürfnissen von Menschen auf der Flucht in Bosnien

Blindspots unterstützt Menschen auf der Flucht in ihren Grundbedürfnissen und ihrem Recht auf ein faires Asylverfahren. Der Fokus liegt auf der Grenzregion zwischen Bosnien und Kroatien, wo tausende Menschen versuchen, in die EU zu gelangen. Die ausweglose, prekäre Lage hat dazu geführt, dass Menschen auf der Flucht in dezentralen Strukturen außerhalb von überfüllten Camps unterkommen. Blindspots stellt in unmittelbarer Grenznähe Essenspakete, Holz und upgecycelte Öfen zum Kochen und Wärmen zur Verfügung und setzt Projekte zur Müllentsorgung, Trinkwasserversorgung und WASH Strukturen in Squats um.

  • Bosnien
  • 65.000,00
  • 6 Monate
  • 19. Mai 2021

Fenix Humanitarian Legal Aid

Holistische Rechtshilfe

Fenix ist eine Non-Profit-Organisation, die 38 Mitarbeiter*innen und Freiwillige aus 16 verschiedenen Ländern zusammenbringt. Die Organisation setzt sich für ein gerechteres europäisches Asylsystem ein, das die Menschen mit Würde behandelt, ihre Rechte wahrt und ihnen das nötige Wissen vermittelt, um ihr Leben und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Das Team strebt danach, Charity durch Empowerment zu ersetzen.

Fenix glaubt nicht an halbe Lösungen: Die Organisation arbeitet daran, ihren Klient*innen umfassende, multidisziplinäre und partizipative Unterstützung zu bieten. Ihr ganzheitlicher Ansatz umfasst Rechts-, Schutz- und psychische Gesundheitsdienste für Überlebende schwerer Gewalt, Menschen mit medizinischen Problemen und Behinderungen sowie unbegleitete Kinder und Jugendliche. Die individuelle Feldarbeit von Fenix auf der Insel ist eng mit ihrer evidenzbasierten Lobbyarbeit und ihren strategischen Bemühungen auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene verbunden.

  • Greece
  • 36.400,00
  • 6 months
  • 21. April 2021

Clandestini e.V.

Free El Hiblu Three Kampagne

In Malta werden weiterhin drei junge afrikanische Männer, die #ElHiblu3, wegen terroristischer Aktivitäten angeklagt. Ihr Vergehen: Sie sind zusammen mit einigen hundert Menschen aus Libyen geflohen. Nachdem ihr Boot von europäischen Militärflugzeugen entdeckt und 108 Schiffbrüchige vom Tanker ElHiblu1 gerettet wurden, versuchte das Frachtschiff, zurück nach Libyen zu fahren. Aufgrund von Protesten an Bord steuerte der Tanker schließlich auf Malta zu. Bei der Ankunft wurden die #ElHiblu3 festgenommen und inhaftiert. Zwei Jahre sind seit ihrer Ankunft vergangen.

  • Malta
  • 10.000,00
  • 1 Jahr
  • 21. April 2021

Border Forensics

Launch Border Forensics

Border Forensics (BF) ist eine neue Forschungsinstitution in Genf, die von den Forschern Charles Heller und Lorenzo Pezzani gegründet wurde. In Zusammenarbeit mit migrantischen Gruppen und Organisationen der Zivilgesellschaft dokumentiert BF die Gewalt, die mit der Existenz und dem Management von Grenzen einhergeht, und macht sie sichtbar. 2021 führt Border Forensics gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Luftüberwachungsmissionen Untersuchungen im zentralen Mittelmeer durch. Diese analysieren den Rückzug von EU-Marineeinheiten von der libyschen Küste und die zunehmende Kooperation der EU-Luftüberwachung mit der libyischen Küstenwache um Boote Flüchtender bei ihrer Abfahrt aufzuspüren ohne in Rettungsmissionen involviert zu werden. Darüber hinaus arbeitet Border Forensics an einer Publikation, die sich mit Rechtsverletzungen an Menschen auf der Flucht auf See und der Kriminalisierung von Solidarität befasst und ForscherÜinnen sowie Aktivist*innen wichtige Instrumente an die Hand gibt, um Migrant*innen in ihrer Bewegungsfreiheit zu unterstützen.

  • Schweiz
  • 65.000,00
  • 5 Monate
  • 21. April 2021

Medical Volunteers International

Just help! Aufbau medizinischer Versorgungsstrukturen für Geflüchtete

Medical Volunteers International bietet medizinische Versorgung für Geflüchtete in Griechenland und seit Kurzem auch an einem weiteren Standort entlang der Balkanroute. Mit diesem neuen Projekt ermöglichen die freiwilligen Mediziner*innen jenen Menschen, die keine Unterkunft und Versorgung in den Camps erhalten, allgemeinmedizinische Hilfe. Denn auch in den Wäldern und verfallenen Häusern, in denen die Geflüchteten oft unter menschenunwürdigen Bedingungen leben, gilt: Healthcare is a Human Right. Durch diese Initiative können monatlich ca. 600 Patient*innen von einem mobilen Team an Mediziner*innen versorgt werden.

  • Griechenland und Balkanroute
  • 79.958,00
  • 1 Jahr
  • 21. April 2021

Mare Liberum

Finanzierung von drei Positionen im Projektmanagement, im Fundraising und in der Öffentlichkeitsarbeit

Mare Liberum e.V. beobachtet seit 2018 die Menschenrechtslage auf den Flucht- und Migrationsrouten in der Ägäis. Der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung fördert den weiteren inhaltlichen, strukturellen und finanziellen Aufbau von Mare Liberum mit einer sechsmonatige Finanzierung über 37.647,36 Euro für jeweils eine Personalstelle in der Projektkoordination (50%), im Fundraising (75%) und der Öffentlichkeitsarbeit (25%). Dadurch soll der Aufbau von nachhaltigen Vereinsstrukturen, Durchführung von künftigen Missionen und die finanzielle Eigenständig des Vereins gefördert werden.

  • Berlin
  • 37.647,00
  • 6 Monate
  • 24. März 2021

KlikAktiv

Rechtshilfe und psychosoziale Unterstützung für die Menschen auf der Flucht in Serbien

KlikAktiv bietet kostenlose Rechtshilfe und psychosoziale Unterstützung für Menschen auf der Flucht, die in Serbien, als letztes Nicht-EU-Land auf der Balkan-Migrationsroute, festsitzen. Mehr als 95 % der Menschen auf der Flucht in Serbien haben keinen Zugang zum Asylsystem und schützenden Unterkünften, sondern schlafen stattdessen in inoffiziellen Camps. Das geförderte Projekt wird vor allem Menschen auf der Flucht unterstützen, die keine staatliche Hilfen erhalten. Darüber hinaus bietet KlikAktiv rechtliche Vertretung von Asylbewerber*innen in nationalen Asylverfahren und anderen strategischen Fällen vor lokalen Gerichten und Behörden. In ihreralltäglichen Arbeit an den EU-Außengrenzen sammelt und veröffentlicht das Team der Organisation außerdem Zeugenaussagen zu Push-Backs & Gewalt durch Grenzschutzbeamt*innen. Zuletzt kommt die Förderung zudem Aktivist*innen und humanitären Hilfskräften zu Gute, die sich staatlicher Kriminalisierung gegenüber sehen.

  • Serbien
  • 29.143,00
  • 6 Monate
  • 22. März 2021

Skills for Utopia

Praktische Workshops für Aktivist*innen der Seenotrettung

Skills for Utopia ist ein politisches Bildungskollektiv mit dem Ziel Aktivist*innen und Politgruppen weiterzubilden und sie so zu befähigen, wirkungsvoll Politik zu machen. Mit dem aktuell geförderten Projekt wollen wir unsere Kapazitäten nutzen, um bestehende Strukturen der Seenotrettung durch Wissensvermittlung und Skillsharing zu stärken. Dafür vermitteln wir qualifizierte und bewegungsnahe Referent*innen für kostenlose und praxisorientierte Skillsharing-Workshops und -Webinare. Diese praktischen Skills tragen dazu bei, dass Gruppen effektiv arbeiten, professionell auftreten, moderne Tools und Techniken benutzen, und gleichzeitig sicher und hierarchiekritisch bleiben. Die Workshops werden so konzipiert, dass die Teilnehmenden anschließend das erlangte Wissen weitergeben können.

  • Deutschland
  • 10.000,00
  • 1 Jahr
  • 11. März 2021

Alarme Phone Sahara

Die Gemeinschaftsküche in Agadez (Niger)

Seit Juli 2020 organisiert das Team von Alarme Phone Sahara (APS) in Agadez/Niger mit großem Engagement jeden Samstag eine Gemeinschaftsküche für Migrant*innen. Das Netzwerk APS ist ein Kooperationsprojekt zwischen Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen in der Sahel-Sahara-Region und Europa mit Hauptsitz und Büro in Agadez. Die Gemeinschaftsküche ist eine praktische Antwort auf eine Situation, in der viele Migrant*innen und Menschen auf der Flucht in Niger gestrandet sind, und täglich unter sehr prekären Bedingungen um ihr Überleben kämpfen. Diese ist durch die weltweite Coronakrise extrem verschärft worden. Die Küche ist für das APS Team Agadez ein wichtiges Element um in Austausch mit den Migrant*innen zu kommen. Außerdem stärkt sie solidarische Hilfen innerhalb der verschiedenen Migrant*innen-Gemeinschaften.

  • Niger
  • 10.980,00
  • 7 Monate
  • 10. März 2021

European Lawyers in Lesvos

Rechtshilfe für geflüchtete Menschen auf dem griechischen Festland

ELILs Team aus hauptamtlichen griechischen Anwält*innen und ehrenamtlichen europäischen Asylanwält*innen bietet Menschen auf der Flucht auf Lesbos (seit 2016) und Samos (seit 2020) rechtliche Unterstützung. Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte sollen aufrechterhalten werden indem Zugang zu kostenlosem, unabhängigem Rechtsbeistand gewährleistet wird. Tausende Menschen auf der Flucht wurden in den letzten Monaten von den ägäischen Inseln auf das griechische Festland gebracht und sehen sich mit strikten und zunehmend komplexen Asylregularien konfrontiert, oft mit wenig rechtlichem Beistand. Mit der Unterstützung des Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung startet ELIL ein neues Projekt zur Bereitstellung von Rechtshilfe auf dem Festland.

  • Greece
  • 48.450,00
  • 1 Jahr
  • 24. Februar 2021

Lesvos Solidarity

The Wire Aegean - Investigation, Advocacy & Action hub

Lesbos und die ägäischen Inseln sind ein Labor für die toxische europäische Migrationspolitik. Dem stellt Lesvos Solidarity das Projekt Advocacy Hub entgegen: das Ziel ist es das zunehmend repressive und spaltende System zu entlarven und koordinierten Druck zu erhöhen, um Veränderungen zu erzwingen. Das Projekt soll eine zentrale Anlaufstelle schaffen für vernetzte, strategische Aktionen und gemeinschaftliche Mobilisierung. Nur zu reagieren wird als einziges Mittel der Wahl abgelehnt. Stattdessen soll die eigene Agenda aktiv ausgearbeitet und umgesetzt werden. Akteur*innen auf den griechischen Inseln werden für Veränderungen gegen eine aggressive und entschlossene Regierung mobilisiert.

Während die griechische Regierung und die Europäische Union ihre gewaltvolle Politik gegen Menschen auf der Flucht und solidarische Verbündete ausweiten, müssen kollektive Aktionen und Strategien gestärkt werden, um die illegale Politik und Praxis anzuprangern und aufzudecken.

  • Griechenland
  • 14.000,00
  • 6 Monate
  • 11. November 2020

Action for Women Hellas

The Pomegranate Project

The Pomegranate Project ist eine von Frauen geführte Initiative, die von, für und mit Frauen konzipiert und durchgeführt wird. Wir bieten ein ganzheitliches Schutz- und Empowerment-Modell für Frauen, die nach Europa geflohen sind, wobei wir den Frauen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht sind und diese überlebt haben, Priorität einräumen. Wir bieten einen ausschließlich für Frauen bestimmten sicheren Raum, sichere Unterbringung, psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung, Fallmanagement und einkommensschaffende Möglichkeiten, um die Fähigkeiten, Ressourcen und Widerstandskraft von Frauen, die nach Europa geflohen sind, zu entwickeln und zu stärken. Unser mehrheitlich griechisches Team trägt dazu bei, Netzwerke der Unterstützung und Solidarität zwischen vertriebenen Frauen und der griechischen Gemeinschaft aufzubauen. Dieses ganzheitliche Modell hilft den Frauen, ihre Macht wiederzuerlangen - sowohl individuell als auch kollektiv.

  • Griechenland
  • 48.960,00
  • 8 Monate
  • 30. Oktober 2020

Legal Centre Lesvos

Unterstützung der Rechte von Migrant*innen auf Lesvos und Kampf gegen Kriminalisierung

Mit einem Team von griechischen und internationalen Anwält*innen, Dolmetscher*innen, juristisch ausgebildeten Freiwilligen und Gründungsmitgliedern setzt sich das Legal Centre Lesvos für die Verteidigung der Rechte von Migrant*innen ein. Diese Rechte werden aufgrund der ungerechten und unmenschlichen griechischen und europäischen Migrationspolitik, die den Zugang zu Asyl und Schutz für Migrant*innen in Europa einschränkt, zunehmend verletzt. Seit August 2016 bietet das Legal Centre Lesbos Migrant*innen, die über das Mittelmeer auf die griechische Insel Lesvos gekommen sind, kostenlose und individuelle Rechtsberatung, anwaltliche Vertretung und Unterstützung. Über diese kontinuierliche und direkte Unterstützung hinaus arbeiten sie an der Dokumentation von Verletzungen der Rechte von Migrant*innen, an strategischen Gerichtsverfahren und leisten Advocacy Arbeit, um die griechische Regierung, die Mitgliedstaaten der Europäischen Union und die europäischen Institutionen zur Rechenschaft zu ziehen. Darüber hinaus setzen sie sich für den gleichberechtigten Zugang zu sicheren und legalen Fluchtrouten in Griechenland, Europa und weltweit ein. Das Legal Centre Lesvos wird ausschließlichen durch Einzelspenden und finanzielle Unterstützung von Einrichtungen, die sich nicht an Menschenrechtsverletzungen oder Umweltmissbräuchen mitschuldig machen, finanziert.

  • Griechenland
  • 49.614,00
  • 6 Monate
  • 28. Oktober 2020

Healthbridge Medical Organization

Medizinische Unterstützung auf Lesbos

Healthbridge Medical hat das letzte Jahr damit verbracht, Versorgungslücken vor Ort zu füllen - sei es die medizinische Versorgung während Notfallschichten, das Angebot medizinischer Übersetzungsdienste an verschiedenen Standorten oder die Betreuung komplexer medizinischer Fälle - wir haben versucht, alle Möglichkeiten zu finden, wie wir die Arbeit anderer NGOs, die ebenfalls medizinische Versorgung anbieten, ergänzen können. Mit über zwei Dutzend geflüchteten Menschen, die in unserem Team arbeiten, bietet sich uns eine einzigartige Perspektive auf die Bedürfnisse von Menschen auf der Flucht. Anstatt Geflüchteten zu sagen, was sie tun müssen, um sich besser zu fühlen, tun wir unser Bestes, um sie mit genau den Ressourcen in Verbindung zu bringen, die die Dinge besser machen. Dies kann die Anbindung an bestehende Ressourcen oder die Deckung von medizinischen Bedürfnissen umfassen, die sonst nicht verfügbar sind, wie z.B. MRTs, CT-Scans und komplexe Blutuntersuchungen. Wenn sich die Situation ändert und neue Hindernisse entstehen, wollen wir weiterhin versuchen, diesen Teil des Weges so human und menschenwürdig wie möglich zu gestalten.

  • Griechenland
  • 79.600,00
  • 5 Monate
  • 28. Oktober 2020

Salvamento Marítimo Humanitario

Seenotrettungsmission November 2020

Die Aita Mari ist ein Rettungsschiff, das von der baskischen NGO Salvamento Maritimo Humanitario (SMH) betrieben wird. Die Aita Mari hat kürzlich Umbauarbeiten zur Anpassung an italienischen Anforderungen abgeschlossen und ist nun wieder einsatzbereit, um Menschen zu retten, die in ihren Herkunftsländern vor Krieg und Gewalt fliehen. Das Schiff hat Platz für 120 Personen an Deck und ist mit einer kleinen Klinik, sowie einer Rettungs- und medizinischen Besatzung ausgestattet.

  • Griechenland
  • 140.000,00
  • 3 Monate
  • 28. Oktober 2020

Kitrinos Healthcare

Sicherstellung der unmittelbaren medizinischen Versorgung von Geflüchteten

Kitrinos Healthcare ist eine britische NGO, die die medizinische Versorgung von Menschen auf der Flucht im abgebrannten Lager Moria auf Lesbos sichergestellt hat. Kitrinos ist seit 2015 in Griechenland tätig, und unterhält seit 2018 eine Klinik in Moria, in der insbesondere Patient*innen mit chronischen Erkrankungen versorgt werden. Darüberhinaus verantwortet Kitrinos die medizinische Versorgung einer großen Gruppe von Müttern und Kindern in der UNICEF Tapuat Schule, die seit dem Feuer in eine Notunterkunft umgewandelt wurde. Die Organisation unterstützt vulnerable Patient*innen in ihrem Asylprozess und mit Zugang zu besserer Versorgung durch UNHCR. Kitrinos hat im Feuer von Moria einen Großteil der Ausrüstung und Materialien verloren, während die medizinischen Bedürfnisse der Geflüchteten gewachsen sind. Die Corona Pandemie bedingt zudem dass Übersetzer*innen (die meist selbst Geflüchtete sind) und freiwillige Helfer*innen jetzt mehr Unterstützung brauchen.

  • Griechenland
  • 25.000,00
  • 2 Monate
  • 23. Oktober 2020

Cadus

Modular mobiles Krankenhaus für die griechischen Inseln

Die medizinische Versorgungslage auf den griechischen Inseln ist für Menschen auf der Flucht seit Jahren überhaupt nur noch existent, weil sich kleine NGOs unermüdlich bemühen, gegen alle Repressionen vor Ort weiter zu helfen. Die Kapazitäten und möglichen medizinische Leistungen sind dabei schon immer limitiert, und die Lage hat sich durch die Pandemie massiv verschlechtert. CADUS baut aufbauend auf den Erfahrungen des ersten mobilen Krankenhauses für Nordostsyrien ein noch mobileres Konzept eines modularen Krankenhauses, welches vor Ort schnell und flexibel auf die medizinische Notlage reagieren kann.

  • Griechenland
  • 518.860,00
  • Ab Oktober 2020
  • 11. Oktober 2020

Civilfleet Support e.V.

Medizinische Unterstützung in Moria

Die Situation der Geflüchteten, die auf Lesbos leben müssen, spitzt sich weiter zu. Gleichzeitig fehlen den vor Ort arbeitenden medizinischen NGOs die Mittel, um dringend notwendige Unterstützung zu leisten. Daher hilft Civilfleet Support bei der Bestellung von Material und Medikamenten und übernimmt den Transport auf die Insel.

  • Griechenland
  • 8.000,00
  • 2 Monate
  • 15. September 2020

Alarme Phone Sahara

Die Gemeinschaftsküche in Agadez (Niger)

Seit Juli 2020 organisiert das Team von Alarme Phone Sahara (APS) in Agadez/Niger mit großem Engagement jeden Samstag eine Gemeinschaftsküche für Migrant*innen. Das Netzwerk APS ist ein Kooperationsprojekt zwischen Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen in der Sahel-Sahara-Region und Europa mit Hauptsitz und Büro in Agadez. Die Gemeinschaftsküche ist eine praktische Antwort auf eine Situation, in der viele Migrant*innen und Menschen auf der Flucht in Niger gestrandet sind, und täglich unter sehr prekären Bedingungen um ihr Überleben kämpfen. Diese ist durch die weltweite Coronakrise extrem verschärft worden. Die Küche ist für das APS Team Agadez ein wichtiges Element um in Austausch mit den Migrant*innen zu kommen. Außerdem stärkt sie solidarische Hilfen innerhalb der verschiedenen Migrant*innen-Gemeinschaften.

  • Niger
  • 8.732,00
  • 6 Monate
  • 18. August 2020

No Name Kitchen

Legale Fluchtwege und Unterstützung von Flüchtenden

Das Ziel von No Name Kitchen ist es, alle Menschen in ihrem Recht auf eine bessere Zukunft zu unterstützen. Sie sind auf Gebiete spezialisiert, in denen Menschen versuchen Grenzen zu überqueren und dabei zurückgedrängt werden. Sie tun dies, indem sie humanitäre Hilfe (Nahrungsmittel, NFIs und Gesundheitsversorgung) leisten und über Grenzgewalt berichten, um das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und für eine politische Veränderung einzutreten.

  • Griechenland, Bosnien-Herzegovina, Serbien, und Montenegro
  • 37.584,00
  • 1 Jahr
  • 4. August 2020

Salvamento Marítimo Humanitario

Festsetzung des Schiffs Aita Mari

Am Ostermontag 2020 wurden von der Aita Mari, das Rettungsschiff des Vereins SMH, 47 Menschen in maltesischen Gewässern aus einem sinkenden Schlauchboot gerettet und nach Sizilien gebracht. In Palermo wurde das Schiff daraufhin von den italienischen Behörden festgesetzt. Der Stiftungsfonds übernimmt die zusätzlichen Kosten, die SMH während des Gewahrsams entstanden sind.

  • Griechenland
  • 55.710,00
  • 1 Jahr
  • 4. August 2020

Medical Volunteers International

Just Help - medizinische Hilfe für geflüchtete Menschen auf Lesbos und in Athen

Medical Volunteers International e.V. leistet seit 2016 mit Freiwilligen aus aller Welt an drei Standorten in Griechenland medizinische Hilfe für Geflüchtete. Dabei sind sie eine der wenigen medizinischen Organisationen, die in der Hochphase der Corona Zeit durchgängig aktiv waren. Es entstehen derzeit immer noch Mehrkosten durch Corona (vor allem Schutzkleidung und Desinfektionsmittel) andererseits plant MVI, die eigene Arbeit weiterzuentwickeln (Ausweitung auf weitere Camps, Aufbau einer Vermittlungsplattform für Dolmetscher*innen aus der von refugee community). Beide Bereiche „Covid 19 response" und „Weiterentwicklung der Arbeit vor Ort“ verbessern die Situation der Geflüchteten in Griechenland insgesamt.

  • Griechenland
  • 25.000,00
  • 1 Jahr
  • 21. Juli 2020

Mare Liberum

Sebastian K.

Auf dem ägäischen Meer werden die Rechte von Geflüchteten verstärkt missachtet, da diese vermehrt und mit zunehmender Brutalität durch die griechische Küstenwache in die Türkei zurückgedrängt werden. Der Stiftungsfonds unterstützt Mare Liberum, die Menschenrechtsbeobachtungen des Vereins in der Region auszuweiten. Durch die Co-Finanzierung eines zweiten Schiffes (50.000 Euro) und die Übernahme der wichtigsten Reparaturkosten (10.044 Euro) wird es Mare Liberum ermöglicht die Menschenrechtslage direkt an der Seegrenze zu dokumentieren. Mit dem Ziel, neben der bisher beobachteten Situation für Flüchtende vor Lesbos, einen besseren Einblick über die Einhaltung der Menschenrechte vor den weniger im Fokus stehenden kleineren griechischen Inseln, wie Kos, Samos und Chios zu erhalten.

  • Griechenland
  • 60.044,00
  • 1 Jahr
  • 4. Juli 2020

Equal Rights Beyond Borders

Menschenrechte schützen - Zugang zu Recht sicherstellen

Equal Rights Beyond Borders ist eine Menschenrechtsorganisation, die sich konsequent für die Rechte Schutzsuchender einsetzt. Ihr Schwerpunkt liegt auf Familienzusammenführungen, dem Schutz von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten, unrechtmäßiger Inhaftierung und schweren Menschenrechtsverletzungen. Sie haben Büros auf der ostägäischen Insel Chios, in Athen, in Berlin und ab 2020 auch auf Kos. Sie vertreten Menschen in ganz Griechenland und Deutschland vor Behörden, wie der Asylbehörde, und vor nationalen und europäischen Gerichten.

  • Griechenland
  • 45.000,00
  • 1 Jahr
  • 15. Juni 2020

Northern Lights Aid

Unterstützung von Menschen auf der Flucht in Griechenland während Covid-19

Northern Lights Aid (NLA) ist eine kleine NGO, die die Bewohner*innen des Flüchtlingslagers Perigiali in Kavala, Griechenland, unterstützt. Mit der Verteilung von Nahrungsmitteln, Kleidung, Hygieneartikeln und anderem Material versucht NLA, die grundlegenden Lebensbedürfnisse der Betroffenen zu sichern. Nur wenige Gehminuten vom Lager entfernt gelegen, bietet Northern Lights Aid eine sichere Umgebung zum Lernen, Gestalten und Knüpfen von Kontakten durch Englischunterricht, einen skill-sharing Workshop, einen Gemeinschaftsgarten und ein professionelles, kostenloses Bekleidungsgeschäft. Die NLA arbeitet eng mit den Einheimischen und den Lagerbewohner*innen zusammen, um die soziale Eingliederung und Solidarität innerhalb der Gemeinschaft zu fördern. Das kürzlich erweiterte Nothilfeprogramm unterstützt besonders gefährdete Familien mit Hilfe von Nahrungsmitteln, Medikamenten und Transport, um einen reibungslosen Ablauf des Asylverfahrens zu gewährleisten.

  • Griechenland
  • 10.000,00
  • 3 Monate
  • 9. Juni 2020

Lesvos Solidarity

Advocacy Unterstützung für Lesvos Solidarity

Lesvos ist zu einem Laboratorium geworden, in dem die Regierungen und Institutionen der EU schädliche Asyl- und Migrationspolitik und -praktiken testen. Es ist von entscheidender Bedeutung, die schädlichen Auswirkungen und Folgen dieser Politiken und Praktiken auf das Leben der Menschen in Lesbos zu dokumentieren und anzuprangern und die Stimmen von der Basis aus zu verstärken.

Im aktuellen Kontext versucht die Solidaritätsbewegung Lesbos, ihre Advocacy- und Öffentlichkeitsarbeit auszuweiten. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Solidaritätsbewegung von Lesbos bei ihren Bemühungen zur Bekämpfung dieser unmenschlichen Politik zu unterstützen, indem es eine bessere Koordination zwischen den wichtigsten Akteur*innen vor Ort sicherstellt und proaktive Strategien und Kooperationen in ganz Europa aufbaut.

  • Griechenland
  • 6.000,00
  • 6 Monate
  • 9. Juni 2020

Infomobile Greece

Rafiq

Infomobile ist eine antirassistische basisdemokratische Organisation mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, die seit mehr als einem Jahrzehnt in Griechenland aktiv ist. Wir treffen Menschen, die auf den Straßen, Plätzen und außerhalb der Lager unterwegs sind, sowohl auf den Inseln der Ägäis als auch auf dem Festland. Wir teilen und tauschen Informationen in nicht-hierarchischen Begegnungen aus und schaffen Ressourcen, die frei geteilt werden. Wir unterstützen Einzelpersonen mit Rechtsberatung und in Notfällen auch mit Rechtsbeistand, um gegen diskriminierende und dysfunktionale Verfahren und repressive Gesetze zu kämpfen, die Menschen hinter Gitter bringen, den Zugang zu internationalem Schutz und Unterkunft behindern, Kinder Gefahren aussetzen, die Familien und Menschen mit regelmäßigem Aufenthalt ohne Zukunftsperspektiven auseinander halten. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Unterstützung des Kampfes derjenigen, die nach Griechenland kommen, für ihr Bleiberecht und legale Wege aus Griechenland heraus, wie z.B. Familienzusammenführungen. Auf unserem Blog dokumentieren wir Menschenrechtsverletzungen: Die erzwungene Rückkehr von Menschen nach Griechenland, Pushbacks in die Türkei, die unmenschlichen Bedingungen in den Brennpunkten der ägäischen Inseln und in den Lagern auf dem Festland, Wohnungslosigkeit und viele andere Ungerechtigkeiten, mit denen Geflüchtete in Griechenland konfrontiert sind, wie z.B. Polizeigewalt in Patras, Vertreibungen und Razzien in Igoumenitsa, Idomeni und Geflüchtetenunterkünfte in Athen. Wir bringen die Stimmen von Menschen zu Gehör, die in Gefangenenlagern und anderen selbstorganisierten Kämpfen für Bleiberecht und Bewegungsfreiheit protestieren und trauern um die Toten an der Grenze. Obwohl unsere organisation ihren Sitz in Griechenland hat, bauen und stärken wir Netzwerke der Solidarität über die Grenzen hinweg. Von den Meeren bis in die Städte!

  • Griechenland
  • 31.000,00
  • 1 Jahr
  • 26. Mai 2020

Josoor - Verein zur Vernetzung von Flüchtlingen und Unterstützungsinitiativen

Unterstützung für Pushback Opfer an der türkisch-griechischen Grenze

Seit März 2020 versorgt und unterstützt Josoor Geflüchtete in der Türkei. Zusätzlich dokumentiert der Verein Menschenrechtsverletzungen und Gewalt an den EU Außengrenzen mit der Türkei, sowohl an Land als auch in der Ägäis. Sie setzen sich für ein humanes Asyl- und Migrationssystem und grenzüberschreitende internationale Solidarität ein. Als Teil des Border Violence Monitoring Networks und in Zusammenarbeit mit internationale Medien veröffentlichen sie insbesondere die illegalen und gewaltsamen Pushbacks aus Griechenland und Bulgarien.

  • Türkei
  • 15.000,00
  • 6 Monate
  • 26. Mai 2020

KlikAktiv - Center for Development of Social Policies

Kostenloser Rechtsbeistand für Menschen auf der Flucht in Serbien

Das Projekt soll Menschen auf der Flucht und Asylsuchende in Serbien Zugang zu kostenloser Rechtshilfe und sozialer Unterstützung eröffnen. Es richtet sich vor allem an diejenigen, die sich außerhalb des Asylsystems befinden und daher ihre Rechte und Pflichten sowie ihren Status in Serbien nicht kennen. Dieses Projekt wird auch Zeugenaussagen über die gewalttätigen Pushbacks aus den EU-Mitgliedstaaten und über Polizeigewalt sammeln. Nicht zuletzt wird es humanitäre Helfer*innen und Aktivist*innen unterstützen und ihnen in Fällen der Kriminalisierung von humanitärer Arbeit und Solidarität rechtlichen Beistand leisten.

  • Serbien
  • 30.000,00
  • 6 Monate
  • 26. Mai 2020

borderline-europe

From the Sea to the Cities - Monitoring der intransparenten EU-Ad-hoc-Relocations

Gemeinsam gehen Sea-Watch, borderline Sicilia, borderline-europe und die Flüchtlingsräte den rechtswidrigen Verfahren der EU ad hoc relocation nach: vom Stand-Off vor den Europäischen Küsten, über fragwürdige Sicherheitsüberprüfungen des deutschen Verfassungsschutzes bis zur Ankunft in Deutschland.

Durch die Unterstützung des Stiftungsfonds zivile Seenotrettung ist es uns möglich, zwischen Juni 2020 und Februar 2021 herauszufinden, inwiefern Grundrechte im Rahmen der EU ad hoc relocation verletzt werden. Mittels Interviews in Italien und Deutschland, sowie detaillierten Hintergrundrecherchen zur Kriminalisierung der angekommenen Personen durch den deutschen Verfassungsschutz in Malta und Italien, werden wir eine ausführliche Dokumentation erstellen. Diese bildet Grundlage und Ausgangspunkt für eine Kampagne für Relocation und Bleiberecht, die die Bedürfnisse der Personen in den Vordergrund stellt, die in der EU ankommen. Wir fordern, dass Sicherheitsüberprüfungen durch den deutschen Verfassungsschutz in Italien und Malta eingestellt werden und die Menschen nach ihrer Ankunft ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen- und dort bleiben können, wo sie sich wohl fühlen.

  • Deutschland und Sizilien
  • 44.900,00
  • 9 Monate
  • 12. Mai 2020

Mushkila Kabira

Informationen und Einzelfallberatung für Asylsuchende und Geflüchtete in Griechenland

Mobile Info Team ist eine Freiwilligenorganisation welche Informationen für Asylsuchende, Geflüchtete und Migrant*innen in Griechenland und anderen europäischen Ländern über das Asylverfahren und andere relevanten Themen bereitstellt. Außerdem unterstützt das Team Einzelfälle, hauptsächlich in Familienzusammenführungen, aber auch beispielsweise bei der Vorbereitung auf die Asylanhörung oder bei Anträgen auf Integrationsmaßnahmen. Zusätzlich sammelt Mobile Info Team Erfahrungsberichte von Asylsuchenden um ihre Rechte durch Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.

  • Griechenland
  • 20.990,00
  • 7 Monate