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Geförderte Projekte

Wir fördern Organisationen und Projekte die sich für sicherere, legale Fluchtwege und sichere Häfen engagieren und sich der Kriminalisierung von Flucht und Migration entgegenstellen. Der Fokus liegt dabei auf dem Mittelmeer(raum).

Fördersumme in 2020

1.860.620
Förderbericht 2020 | PDF

Blindspots

Versorgung von Grundbedürfnissen von Menschen auf der Flucht in Bosnien

Blindspots unterstützt Menschen auf der Flucht in ihren Grundbedürfnissen und ihrem Recht auf ein faires Asylverfahren. Der Fokus liegt auf der Grenzregion zwischen Bosnien und Kroatien, wo tausende Menschen versuchen, in die EU zu gelangen. Die ausweglose, prekäre Lage hat dazu geführt, dass Menschen auf der Flucht in dezentralen Strukturen außerhalb von überfüllten Camps unterkommen. Blindspots stellt in unmittelbarer Grenznähe Essenspakete, Holz und upgecycelte Öfen zum Kochen und Wärmen zur Verfügung und setzt Projekte zur Müllentsorgung, Trinkwasserversorgung und WASH Strukturen in Squats um.

  • Bosnien
  • 65.000,00
  • 6 Monate
  • 19. Mai 2021

Clandestini e.V.

Free El Hiblu Three Kampagne

In Malta werden weiterhin drei junge afrikanische Männer, die #ElHiblu3, wegen terroristischer Aktivitäten angeklagt. Ihr Vergehen: Sie sind zusammen mit einigen hundert Menschen aus Libyen geflohen. Nachdem ihr Boot von europäischen Militärflugzeugen entdeckt und 108 Schiffbrüchige vom Tanker ElHiblu1 gerettet wurden, versuchte das Frachtschiff, zurück nach Libyen zu fahren. Aufgrund von Protesten an Bord steuerte der Tanker schließlich auf Malta zu. Bei der Ankunft wurden die #ElHiblu3 festgenommen und inhaftiert. Zwei Jahre sind seit ihrer Ankunft vergangen.

  • Malta
  • 10.000,00
  • 1 Jahr
  • 21. April 2021

Medical Volunteers International

Just help! Aufbau medizinischer Versorgungsstrukturen für Geflüchtete

Medical Volunteers International bietet medizinische Versorgung für Geflüchtete in Griechenland und seit Kurzem auch an einem weiteren Standort entlang der Balkanroute. Mit diesem neuen Projekt ermöglichen die freiwilligen Mediziner*innen jenen Menschen, die keine Unterkunft und Versorgung in den Camps erhalten, allgemeinmedizinische Hilfe. Denn auch in den Wäldern und verfallenen Häusern, in denen die Geflüchteten oft unter menschenunwürdigen Bedingungen leben, gilt: Healthcare is a Human Right. Durch diese Initiative können monatlich ca. 600 Patient*innen von einem mobilen Team an Mediziner*innen versorgt werden.

  • Griechenland und Balkanroute
  • 79.958,00
  • 1 Jahr
  • 21. April 2021

Mare Liberum

Finanzierung von drei Positionen im Projektmanagement, im Fundraising und in der Öffentlichkeitsarbeit

Mare Liberum e.V. beobachtet seit 2018 die Menschenrechtslage auf den Flucht- und Migrationsrouten in der Ägäis. Der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung fördert den weiteren inhaltlichen, strukturellen und finanziellen Aufbau von Mare Liberum mit einer sechsmonatige Finanzierung über 37.647,36 Euro für jeweils eine Personalstelle in der Projektkoordination (50%), im Fundraising (75%) und der Öffentlichkeitsarbeit (25%). Dadurch soll der Aufbau von nachhaltigen Vereinsstrukturen, Durchführung von künftigen Missionen und die finanzielle Eigenständig des Vereins gefördert werden.

  • Berlin
  • 37.647,00
  • 6 Monate
  • 24. März 2021

KlikAktiv

Rechtshilfe und psychosoziale Unterstützung für die Menschen auf der Flucht in Serbien

KlikAktiv bietet kostenlose Rechtshilfe und psychosoziale Unterstützung für Menschen auf der Flucht, die in Serbien, als letztes Nicht-EU-Land auf der Balkan-Migrationsroute, festsitzen. Mehr als 95 % der Menschen auf der Flucht in Serbien haben keinen Zugang zum Asylsystem und schützenden Unterkünften, sondern schlafen stattdessen in inoffiziellen Camps. Das geförderte Projekt wird vor allem Menschen auf der Flucht unterstützen, die keine staatliche Hilfen erhalten. Darüber hinaus bietet KlikAktiv rechtliche Vertretung von Asylbewerber*innen in nationalen Asylverfahren und anderen strategischen Fällen vor lokalen Gerichten und Behörden. In ihreralltäglichen Arbeit an den EU-Außengrenzen sammelt und veröffentlicht das Team der Organisation außerdem Zeugenaussagen zu Push-Backs & Gewalt durch Grenzschutzbeamt*innen. Zuletzt kommt die Förderung zudem Aktivist*innen und humanitären Hilfskräften zu Gute, die sich staatlicher Kriminalisierung gegenüber sehen.

  • Serbien
  • 29.143,00
  • 6 Monate
  • 22. März 2021

Skills for Utopia

Praktische Workshops für Aktivist*innen der Seenotrettung

Skills for Utopia ist ein politisches Bildungskollektiv mit dem Ziel Aktivist*innen und Politgruppen weiterzubilden und sie so zu befähigen, wirkungsvoll Politik zu machen. Mit dem aktuell geförderten Projekt wollen wir unsere Kapazitäten nutzen, um bestehende Strukturen der Seenotrettung durch Wissensvermittlung und Skillsharing zu stärken. Dafür vermitteln wir qualifizierte und bewegungsnahe Referent*innen für kostenlose und praxisorientierte Skillsharing-Workshops und -Webinare. Diese praktischen Skills tragen dazu bei, dass Gruppen effektiv arbeiten, professionell auftreten, moderne Tools und Techniken benutzen, und gleichzeitig sicher und hierarchiekritisch bleiben. Die Workshops werden so konzipiert, dass die Teilnehmenden anschließend das erlangte Wissen weitergeben können.

  • Deutschland
  • 10.000,00
  • 1 Jahr
  • 11. März 2021

European Lawyers in Lesvos

Rechtshilfe für geflüchtete Menschen auf dem griechischen Festland

ELILs Team aus hauptamtlichen griechischen Anwält*innen und ehrenamtlichen europäischen Asylanwält*innen bietet Menschen auf der Flucht auf Lesbos (seit 2016) und Samos (seit 2020) rechtliche Unterstützung. Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte sollen aufrechterhalten werden indem Zugang zu kostenlosem, unabhängigem Rechtsbeistand gewährleistet wird. Tausende Menschen auf der Flucht wurden in den letzten Monaten von den ägäischen Inseln auf das griechische Festland gebracht und sehen sich mit strikten und zunehmend komplexen Asylregularien konfrontiert, oft mit wenig rechtlichem Beistand. Mit der Unterstützung des Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung startet ELIL ein neues Projekt zur Bereitstellung von Rechtshilfe auf dem Festland.

  • Greece
  • 48.450,00
  • 1 Jahr
  • 24. Februar 2021

Lesvos Solidarity

The Wire Aegean - Investigation, Advocacy & Action hub

Lesbos und die ägäischen Inseln sind ein Labor für die toxische europäische Migrationspolitik. Dem stellt Lesvos Solidarity das Projekt Advocacy Hub entgegen: das Ziel ist es das zunehmend repressive und spaltende System zu entlarven und koordinierten Druck zu erhöhen, um Veränderungen zu erzwingen. Das Projekt soll eine zentrale Anlaufstelle schaffen für vernetzte, strategische Aktionen und gemeinschaftliche Mobilisierung. Nur zu reagieren wird als einziges Mittel der Wahl abgelehnt. Stattdessen soll die eigene Agenda aktiv ausgearbeitet und umgesetzt werden. Akteur*innen auf den griechischen Inseln werden für Veränderungen gegen eine aggressive und entschlossene Regierung mobilisiert.

Während die griechische Regierung und die Europäische Union ihre gewaltvolle Politik gegen Menschen auf der Flucht und solidarische Verbündete ausweiten, müssen kollektive Aktionen und Strategien gestärkt werden, um die illegale Politik und Praxis anzuprangern und aufzudecken.

  • Griechenland
  • 14.000,00
  • 6 Monate
  • 11. November 2020

Action for Women Hellas

The Pomegranate Project

The Pomegranate Project ist eine von Frauen geführte Initiative, die von, für und mit Frauen konzipiert und durchgeführt wird. Wir bieten ein ganzheitliches Schutz- und Empowerment-Modell für Frauen, die nach Europa geflohen sind, wobei wir den Frauen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht sind und diese überlebt haben, Priorität einräumen. Wir bieten einen ausschließlich für Frauen bestimmten sicheren Raum, sichere Unterbringung, psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung, Fallmanagement und einkommensschaffende Möglichkeiten, um die Fähigkeiten, Ressourcen und Widerstandskraft von Frauen, die nach Europa geflohen sind, zu entwickeln und zu stärken. Unser mehrheitlich griechisches Team trägt dazu bei, Netzwerke der Unterstützung und Solidarität zwischen vertriebenen Frauen und der griechischen Gemeinschaft aufzubauen. Dieses ganzheitliche Modell hilft den Frauen, ihre Macht wiederzuerlangen - sowohl individuell als auch kollektiv.

  • Griechenland
  • 48.960,00
  • 8 Monate
  • 30. Oktober 2020

Legal Centre Lesvos

Unterstützung der Rechte von Migrant*innen auf Lesvos und Kampf gegen Kriminalisierung

Mit einem Team von griechischen und internationalen Anwält*innen, Dolmetscher*innen, juristisch ausgebildeten Freiwilligen und Gründungsmitgliedern setzt sich das Legal Centre Lesvos für die Verteidigung der Rechte von Migrant*innen ein. Diese Rechte werden aufgrund der ungerechten und unmenschlichen griechischen und europäischen Migrationspolitik, die den Zugang zu Asyl und Schutz für Migrant*innen in Europa einschränkt, zunehmend verletzt. Seit August 2016 bietet das Legal Centre Lesbos Migrant*innen, die über das Mittelmeer auf die griechische Insel Lesvos gekommen sind, kostenlose und individuelle Rechtsberatung, anwaltliche Vertretung und Unterstützung. Über diese kontinuierliche und direkte Unterstützung hinaus arbeiten sie an der Dokumentation von Verletzungen der Rechte von Migrant*innen, an strategischen Gerichtsverfahren und leisten Advocacy Arbeit, um die griechische Regierung, die Mitgliedstaaten der Europäischen Union und die europäischen Institutionen zur Rechenschaft zu ziehen. Darüber hinaus setzen sie sich für den gleichberechtigten Zugang zu sicheren und legalen Fluchtrouten in Griechenland, Europa und weltweit ein. Das Legal Centre Lesvos wird ausschließlichen durch Einzelspenden und finanzielle Unterstützung von Einrichtungen, die sich nicht an Menschenrechtsverletzungen oder Umweltmissbräuchen mitschuldig machen, finanziert.

  • Griechenland
  • 49.614,00
  • 6 Monate
  • 28. Oktober 2020

Healthbridge Medical Organization

Medizinische Unterstützung auf Lesbos

Healthbridge Medical hat das letzte Jahr damit verbracht, Versorgungslücken vor Ort zu füllen - sei es die medizinische Versorgung während Notfallschichten, das Angebot medizinischer Übersetzungsdienste an verschiedenen Standorten oder die Betreuung komplexer medizinischer Fälle - wir haben versucht, alle Möglichkeiten zu finden, wie wir die Arbeit anderer NGOs, die ebenfalls medizinische Versorgung anbieten, ergänzen können. Mit über zwei Dutzend geflüchteten Menschen, die in unserem Team arbeiten, bietet sich uns eine einzigartige Perspektive auf die Bedürfnisse von Menschen auf der Flucht. Anstatt Geflüchteten zu sagen, was sie tun müssen, um sich besser zu fühlen, tun wir unser Bestes, um sie mit genau den Ressourcen in Verbindung zu bringen, die die Dinge besser machen. Dies kann die Anbindung an bestehende Ressourcen oder die Deckung von medizinischen Bedürfnissen umfassen, die sonst nicht verfügbar sind, wie z.B. MRTs, CT-Scans und komplexe Blutuntersuchungen. Wenn sich die Situation ändert und neue Hindernisse entstehen, wollen wir weiterhin versuchen, diesen Teil des Weges so human und menschenwürdig wie möglich zu gestalten.

  • Griechenland
  • 79.600,00
  • 5 Monate
  • 28. Oktober 2020

Salvamento Marítimo Humanitario

Seenotrettungsmission November 2020

Die Aita Mari ist ein Rettungsschiff, das von der baskischen NGO Salvamento Maritimo Humanitario (SMH) betrieben wird. Die Aita Mari hat kürzlich Umbauarbeiten zur Anpassung an italienischen Anforderungen abgeschlossen und ist nun wieder einsatzbereit, um Menschen zu retten, die in ihren Herkunftsländern vor Krieg und Gewalt fliehen. Das Schiff hat Platz für 120 Personen an Deck und ist mit einer kleinen Klinik, sowie einer Rettungs- und medizinischen Besatzung ausgestattet.

  • Griechenland
  • 140.000,00
  • 3 Monate
  • 28. Oktober 2020

Kitrinos Healthcare

Sicherstellung der unmittelbaren medizinischen Versorgung von Geflüchteten

Kitrinos Healthcare ist eine britische NGO, die die medizinische Versorgung von Menschen auf der Flucht im abgebrannten Lager Moria auf Lesbos sichergestellt hat. Kitrinos ist seit 2015 in Griechenland tätig, und unterhält seit 2018 eine Klinik in Moria, in der insbesondere Patient*innen mit chronischen Erkrankungen versorgt werden. Darüberhinaus verantwortet Kitrinos die medizinische Versorgung einer großen Gruppe von Müttern und Kindern in der UNICEF Tapuat Schule, die seit dem Feuer in eine Notunterkunft umgewandelt wurde. Die Organisation unterstützt vulnerable Patient*innen in ihrem Asylprozess und mit Zugang zu besserer Versorgung durch UNHCR. Kitrinos hat im Feuer von Moria einen Großteil der Ausrüstung und Materialien verloren, während die medizinischen Bedürfnisse der Geflüchteten gewachsen sind. Die Corona Pandemie bedingt zudem dass Übersetzer*innen (die meist selbst Geflüchtete sind) und freiwillige Helfer*innen jetzt mehr Unterstützung brauchen.

  • Griechenland
  • 25.000,00
  • 2 Monate
  • 23. Oktober 2020

Cadus

Modular mobiles Krankenhaus für die griechischen Inseln

Die medizinische Versorgungslage auf den griechischen Inseln ist für Menschen auf der Flucht seit Jahren überhaupt nur noch existent, weil sich kleine NGOs unermüdlich bemühen, gegen alle Repressionen vor Ort weiter zu helfen. Die Kapazitäten und möglichen medizinische Leistungen sind dabei schon immer limitiert, und die Lage hat sich durch die Pandemie massiv verschlechtert. CADUS baut aufbauend auf den Erfahrungen des ersten mobilen Krankenhauses für Nordostsyrien ein noch mobileres Konzept eines modularen Krankenhauses, welches vor Ort schnell und flexibel auf die medizinische Notlage reagieren kann.

  • Griechenland
  • 518.860,00
  • Ab Oktober 2020
  • 11. Oktober 2020

Civilfleet Support e.V.

Medizinische Unterstützung in Moria

Die Situation der Geflüchteten, die auf Lesbos leben müssen, spitzt sich weiter zu. Gleichzeitig fehlen den vor Ort arbeitenden medizinischen NGOs die Mittel, um dringend notwendige Unterstützung zu leisten. Daher hilft Civilfleet Support bei der Bestellung von Material und Medikamenten und übernimmt den Transport auf die Insel.

  • Griechenland
  • 8.000,00
  • 2 Monate
  • 15. September 2020

Alarme Phone Sahara

Die Gemeinschaftsküche in Agadez (Niger)

Seit Juli 2020 organisiert das Team von Alarme Phone Sahara (APS) in Agadez/Niger mit großem Engagement jeden Samstag eine Gemeinschaftsküche für Migrant*innen. Das Netzwerk APS ist ein Kooperationsprojekt zwischen Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen in der Sahel-Sahara-Region und Europa mit Hauptsitz und Büro in Agadez. Die Gemeinschaftsküche ist eine praktische Antwort auf eine Situation, in der viele Migrant*innen und Menschen auf der Flucht in Niger gestrandet sind, und täglich unter sehr prekären Bedingungen um ihr Überleben kämpfen. Diese ist durch die weltweite Coronakrise extrem verschärft worden. Die Küche ist für das APS Team Agadez ein wichtiges Element um in Austausch mit den Migrant*innen zu kommen. Außerdem stärkt sie solidarische Hilfen innerhalb der verschiedenen Migrant*innen-Gemeinschaften.

  • Niger
  • 8.732,00
  • 6 Monate
  • 18. August 2020

No Name Kitchen

Legale Fluchtwege und Unterstützung von Flüchtenden

Das Ziel von No Name Kitchen ist es, alle Menschen in ihrem Recht auf eine bessere Zukunft zu unterstützen. Sie sind auf Gebiete spezialisiert, in denen Menschen versuchen Grenzen zu überqueren und dabei zurückgedrängt werden. Sie tun dies, indem sie humanitäre Hilfe (Nahrungsmittel, NFIs und Gesundheitsversorgung) leisten und über Grenzgewalt berichten, um das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und für eine politische Veränderung einzutreten.

  • Griechenland, Bosnien-Herzegovina, Serbien, und Montenegro
  • 37.584,00
  • 1 Jahr
  • 4. August 2020

Salvamento Marítimo Humanitario

Festsetzung des Schiffs Aita Mari

Am Ostermontag 2020 wurden von der Aita Mari, das Rettungsschiff des Vereins SMH, 47 Menschen in maltesischen Gewässern aus einem sinkenden Schlauchboot gerettet und nach Sizilien gebracht. In Palermo wurde das Schiff daraufhin von den italienischen Behörden festgesetzt. Der Stiftungsfonds übernimmt die zusätzlichen Kosten, die SMH während des Gewahrsams entstanden sind.

  • Griechenland
  • 55.710,00
  • 1 Jahr
  • 4. August 2020

Medical Volunteers International

Just Help - medizinische Hilfe für geflüchtete Menschen auf Lesbos und in Athen

Medical Volunteers International e.V. leistet seit 2016 mit Freiwilligen aus aller Welt an drei Standorten in Griechenland medizinische Hilfe für Geflüchtete. Dabei sind sie eine der wenigen medizinischen Organisationen, die in der Hochphase der Corona Zeit durchgängig aktiv waren. Es entstehen derzeit immer noch Mehrkosten durch Corona (vor allem Schutzkleidung und Desinfektionsmittel) andererseits plant MVI, die eigene Arbeit weiterzuentwickeln (Ausweitung auf weitere Camps, Aufbau einer Vermittlungsplattform für Dolmetscher*innen aus der von refugee community). Beide Bereiche „Covid 19 response" und „Weiterentwicklung der Arbeit vor Ort“ verbessern die Situation der Geflüchteten in Griechenland insgesamt.

  • Griechenland
  • 25.000,00
  • 1 Jahr
  • 21. Juli 2020

Mare Liberum

Sebastian K.

Auf dem ägäischen Meer werden die Rechte von Geflüchteten verstärkt missachtet, da diese vermehrt und mit zunehmender Brutalität durch die griechische Küstenwache in die Türkei zurückgedrängt werden. Der Stiftungsfonds unterstützt Mare Liberum, die Menschenrechtsbeobachtungen des Vereins in der Region auszuweiten. Durch die Co-Finanzierung eines zweiten Schiffes (50.000 Euro) und die Übernahme der wichtigsten Reparaturkosten (10.044 Euro) wird es Mare Liberum ermöglicht die Menschenrechtslage direkt an der Seegrenze zu dokumentieren. Mit dem Ziel, neben der bisher beobachteten Situation für Flüchtende vor Lesbos, einen besseren Einblick über die Einhaltung der Menschenrechte vor den weniger im Fokus stehenden kleineren griechischen Inseln, wie Kos, Samos und Chios zu erhalten.

  • Griechenland
  • 60.044,00
  • 1 Jahr
  • 4. Juli 2020

Equal Rights Beyond Borders

Menschenrechte schützen - Zugang zu Recht sicherstellen

Equal Rights Beyond Borders ist eine Menschenrechtsorganisation, die sich konsequent für die Rechte Schutzsuchender einsetzt. Ihr Schwerpunkt liegt auf Familienzusammenführungen, dem Schutz von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten, unrechtmäßiger Inhaftierung und schweren Menschenrechtsverletzungen. Sie haben Büros auf der ostägäischen Insel Chios, in Athen, in Berlin und ab 2020 auch auf Kos. Sie vertreten Menschen in ganz Griechenland und Deutschland vor Behörden, wie der Asylbehörde, und vor nationalen und europäischen Gerichten.

  • Griechenland
  • 45.000,00
  • 1 Jahr
  • 15. Juni 2020

Northern Lights Aid

Unterstützung von Menschen auf der Flucht in Griechenland während Covid-19

Northern Lights Aid (NLA) ist eine kleine NGO, die die Bewohner*innen des Flüchtlingslagers Perigiali in Kavala, Griechenland, unterstützt. Mit der Verteilung von Nahrungsmitteln, Kleidung, Hygieneartikeln und anderem Material versucht NLA, die grundlegenden Lebensbedürfnisse der Betroffenen zu sichern. Nur wenige Gehminuten vom Lager entfernt gelegen, bietet Northern Lights Aid eine sichere Umgebung zum Lernen, Gestalten und Knüpfen von Kontakten durch Englischunterricht, einen skill-sharing Workshop, einen Gemeinschaftsgarten und ein professionelles, kostenloses Bekleidungsgeschäft. Die NLA arbeitet eng mit den Einheimischen und den Lagerbewohner*innen zusammen, um die soziale Eingliederung und Solidarität innerhalb der Gemeinschaft zu fördern. Das kürzlich erweiterte Nothilfeprogramm unterstützt besonders gefährdete Familien mit Hilfe von Nahrungsmitteln, Medikamenten und Transport, um einen reibungslosen Ablauf des Asylverfahrens zu gewährleisten.

  • Griechenland
  • 10.000,00
  • 3 Monate
  • 9. Juni 2020

Lesvos Solidarity

Advocacy Unterstützung für Lesvos Solidarity

Lesvos ist zu einem Laboratorium geworden, in dem die Regierungen und Institutionen der EU schädliche Asyl- und Migrationspolitik und -praktiken testen. Es ist von entscheidender Bedeutung, die schädlichen Auswirkungen und Folgen dieser Politiken und Praktiken auf das Leben der Menschen in Lesbos zu dokumentieren und anzuprangern und die Stimmen von der Basis aus zu verstärken.

Im aktuellen Kontext versucht die Solidaritätsbewegung Lesbos, ihre Advocacy- und Öffentlichkeitsarbeit auszuweiten. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Solidaritätsbewegung von Lesbos bei ihren Bemühungen zur Bekämpfung dieser unmenschlichen Politik zu unterstützen, indem es eine bessere Koordination zwischen den wichtigsten Akteur*innen vor Ort sicherstellt und proaktive Strategien und Kooperationen in ganz Europa aufbaut.

  • Griechenland
  • 6.000,00
  • 6 Monate
  • 9. Juni 2020

Infomobile Greece

Rafiq

Infomobile ist eine antirassistische basisdemokratische Organisation mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, die seit mehr als einem Jahrzehnt in Griechenland aktiv ist. Wir treffen Menschen, die auf den Straßen, Plätzen und außerhalb der Lager unterwegs sind, sowohl auf den Inseln der Ägäis als auch auf dem Festland. Wir teilen und tauschen Informationen in nicht-hierarchischen Begegnungen aus und schaffen Ressourcen, die frei geteilt werden. Wir unterstützen Einzelpersonen mit Rechtsberatung und in Notfällen auch mit Rechtsbeistand, um gegen diskriminierende und dysfunktionale Verfahren und repressive Gesetze zu kämpfen, die Menschen hinter Gitter bringen, den Zugang zu internationalem Schutz und Unterkunft behindern, Kinder Gefahren aussetzen, die Familien und Menschen mit regelmäßigem Aufenthalt ohne Zukunftsperspektiven auseinander halten. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Unterstützung des Kampfes derjenigen, die nach Griechenland kommen, für ihr Bleiberecht und legale Wege aus Griechenland heraus, wie z.B. Familienzusammenführungen. Auf unserem Blog dokumentieren wir Menschenrechtsverletzungen: Die erzwungene Rückkehr von Menschen nach Griechenland, Pushbacks in die Türkei, die unmenschlichen Bedingungen in den Brennpunkten der ägäischen Inseln und in den Lagern auf dem Festland, Wohnungslosigkeit und viele andere Ungerechtigkeiten, mit denen Geflüchtete in Griechenland konfrontiert sind, wie z.B. Polizeigewalt in Patras, Vertreibungen und Razzien in Igoumenitsa, Idomeni und Geflüchtetenunterkünfte in Athen. Wir bringen die Stimmen von Menschen zu Gehör, die in Gefangenenlagern und anderen selbstorganisierten Kämpfen für Bleiberecht und Bewegungsfreiheit protestieren und trauern um die Toten an der Grenze. Obwohl unsere organisation ihren Sitz in Griechenland hat, bauen und stärken wir Netzwerke der Solidarität über die Grenzen hinweg. Von den Meeren bis in die Städte!

  • Griechenland
  • 31.000,00
  • 1 Jahr
  • 26. Mai 2020

Josoor - Verein zur Vernetzung von Flüchtlingen und Unterstützungsinitiativen

Unterstützung für Pushback Opfer an der türkisch-griechischen Grenze

Seit März 2020 versorgt und unterstützt Josoor Geflüchtete in der Türkei. Zusätzlich dokumentiert der Verein Menschenrechtsverletzungen und Gewalt an den EU Außengrenzen mit der Türkei, sowohl an Land als auch in der Ägäis. Sie setzen sich für ein humanes Asyl- und Migrationssystem und grenzüberschreitende internationale Solidarität ein. Als Teil des Border Violence Monitoring Networks und in Zusammenarbeit mit internationale Medien veröffentlichen sie insbesondere die illegalen und gewaltsamen Pushbacks aus Griechenland und Bulgarien.

  • Türkei
  • 15.000,00
  • 6 Monate
  • 26. Mai 2020

KlikAktiv - Center for Development of Social Policies

Kostenloser Rechtsbeistand für Menschen auf der Flucht in Serbien

Das Projekt soll Menschen auf der Flucht und Asylsuchende in Serbien Zugang zu kostenloser Rechtshilfe und sozialer Unterstützung eröffnen. Es richtet sich vor allem an diejenigen, die sich außerhalb des Asylsystems befinden und daher ihre Rechte und Pflichten sowie ihren Status in Serbien nicht kennen. Dieses Projekt wird auch Zeugenaussagen über die gewalttätigen Pushbacks aus den EU-Mitgliedstaaten und über Polizeigewalt sammeln. Nicht zuletzt wird es humanitäre Helfer*innen und Aktivist*innen unterstützen und ihnen in Fällen der Kriminalisierung von humanitärer Arbeit und Solidarität rechtlichen Beistand leisten.

  • Serbien
  • 30.000,00
  • 6 Monate
  • 26. Mai 2020

borderline-europe

From the Sea to the Cities - Monitoring der intransparenten EU-Ad-hoc-Relocations

Gemeinsam gehen Sea-Watch, borderline Sicilia, borderline-europe und die Flüchtlingsräte den rechtswidrigen Verfahren der EU ad hoc relocation nach: vom Stand-Off vor den Europäischen Küsten, über fragwürdige Sicherheitsüberprüfungen des deutschen Verfassungsschutzes bis zur Ankunft in Deutschland.

Durch die Unterstützung des Stiftungsfonds zivile Seenotrettung ist es uns möglich, zwischen Juni 2020 und Februar 2021 herauszufinden, inwiefern Grundrechte im Rahmen der EU ad hoc relocation verletzt werden. Mittels Interviews in Italien und Deutschland, sowie detaillierten Hintergrundrecherchen zur Kriminalisierung der angekommenen Personen durch den deutschen Verfassungsschutz in Malta und Italien, werden wir eine ausführliche Dokumentation erstellen. Diese bildet Grundlage und Ausgangspunkt für eine Kampagne für Relocation und Bleiberecht, die die Bedürfnisse der Personen in den Vordergrund stellt, die in der EU ankommen. Wir fordern, dass Sicherheitsüberprüfungen durch den deutschen Verfassungsschutz in Italien und Malta eingestellt werden und die Menschen nach ihrer Ankunft ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen- und dort bleiben können, wo sie sich wohl fühlen.

  • Deutschland und Sizilien
  • 44.900,00
  • 9 Monate
  • 12. Mai 2020

Mushkila Kabira

Informationen und Einzelfallberatung für Asylsuchende und Geflüchtete in Griechenland

Mobile Info Team ist eine Freiwilligenorganisation welche Informationen für Asylsuchende, Geflüchtete und Migrant*innen in Griechenland und anderen europäischen Ländern über das Asylverfahren und andere relevanten Themen bereitstellt. Außerdem unterstützt das Team Einzelfälle, hauptsächlich in Familienzusammenführungen, aber auch beispielsweise bei der Vorbereitung auf die Asylanhörung oder bei Anträgen auf Integrationsmaßnahmen. Zusätzlich sammelt Mobile Info Team Erfahrungsberichte von Asylsuchenden um ihre Rechte durch Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.

  • Griechenland
  • 20.990,00
  • 7 Monate
  • 12. Mai 2020

ReFOCUS Media Labs

Refugee Citizen Journalism within the refugee and COVID-19 crisis

ReFOCUS Media Labs bildet Menschen auf der Flucht zu Journalist*innen aus und weiter um ihre eigene Geschichte zu erzählen. Dabei wird besonderer Wert auf Skill Sharing gelegt und Geflüchtete empowert selbst an z.B. öffentlichen Kampagnen mit zu arbeiten. So werden diese von Betroffenen selbst gestaltet. Das produzierte Material wird nicht nur von humanitären Organisationen wie etwa Sea Watch, Human Rights Watch oder One Happy Family Center Lesbos verwendet und geteilt, sondern auch von großen Nachrichtensendern wie die BBC.

  • Griechenland
  • 25.000,00
  • 3 Monate
  • 12. Mai 2020

Sea-Eye

Nothilfe für Sea-Eye

Aufgrund eines plötzlichen Spendeneinbruchs als Folge der Corona Pandemie fördert der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye mit 60.000€. Der Förderbetrag wird für die Durchführung der kommenden Mission des Schiffes Alan Kurdi aufgewendet.

  • Deutschland
  • 60.000,00
  • Ab sofort
  • 28. April 2020

SAR Relief

Search and Rescue Relief Projektfinanzierung

Search and Rescue Relief (SARR) ist eine in 2019 gegründete Organisation, die andere zivile Seenotrettungs-NGOs mit der Bereitstellung von technischem Equipment unterstützt. SARR will in den kommenden Jahren die Unterstützung für andere operationelle NGOs im zentralen Mittelmeerraum und in der Ägäis fortsetzen und erweitern. Diese sollen kostenlos mit professionellen Such- und Rettungsmitteln, finanzieller Projektunterstützung und -verwaltung, Werftarbeiten, sowie der Ausbildung von Freiwilligen unterstützt werden.

  • Großbritannien
  • 50.000,00
  • ab sofort
  • 28. April 2020

Civilfleet Support e.V.

Hilfslieferung Lesbos

Im Zuge der Corona Pandemie soll das Projekt medizinische NGOs in Moria unterstützen, um Geflüchteten eine grundlegende gesundheitliche Versorgung bereitstellen zu können. Medikamente und nicht-pharmazeutisches Material werden nach Lesvos gebracht. Darüber hinaus werden Logistik sowie Know-How bereitgestellt. Der Stiftungsfonds übernimmt die Kosten von 15.000€ für die Materialbeschaffung, Logistik und Organisation.

  • Griechenland
  • 15.000,00
  • 3 Monate
  • 20. April 2020

Salvamento Marítimo Humanitario (SMH)

Unterstützung der Seenotrettungsmissionen

Die baskische Organisation Salvamento Marítimo Humanitario (SMH) setzt sich durch den Einsatz des Rettungsschiffs Aita Mari für die Rettung von Menschen in Seenot ein. Darüber hinaus ist SMH mit einem medizinischen Projekt auf der Insel Chios im Einsatz. Durch die Corona Pandemie sind unvorhersehbare zusätzliche Kosten entstanden, die ad hoc gedeckt werden müssen. Der Stiftungsfonds unterstützt SMH mit 30.000€, um die Fortführung ihrer Seenotrettungsmissionen sicherzustellen.

  • Griechenland
  • 30.000,00
  • 1 Jahr
  • 17. April 2020

FENIX Humanitarian Legal Aid

Schutz besonders gefährdeter Personengruppen während COVID-19 in Moria

Die aktuelle Corona Pandemie und die daraus resultierenden Lockdown-Maßnahmen stellen eine Gefahr für besonders gefährdete Personengruppen wie Frauen und Kinder dar. FENIX unterstützt sie von der Bereitstellung von Kleidung über den Zugang zu Bildung für junge Menschen bis hin zu Anhörungsvorbereitungen im Rahmen des Asylverfahrens. Der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung bewilligt 10.000€, um die Arbeit während den aktuellen Einschränkungen weiterhin gewährleisten zu können.

  • Griechenland
  • 10.000,00
  • 3 Monate
  • 13. April 2020

Human Aid Now

Umbau der medizinischen Klinik zur Einhaltung der COVID-19 Sperrvorschriften auf Samos

Human Aid Now leistet medizinische Versorgung auf der griechischen Insel Samos. Aufgrund überfüllter Lager und fehlender Dienstleistungen ist die medizinische Versorgung auf der Insel mangelhaft. Mit einer Gruppe von 15 bis 30 Freiwilligen und Übersetzer*innen bietet Human Aid Now täglich über hundert Menschen eine medizinische Grundversorgung und überweist medizinische Fälle an das Krankenhaus. Aufgrund der Sperrregeln während der Corona Pandemie werden zusätzliche medizinische Büroräume benötigt. Außerdem können internationale Freiwillige nicht mehr auf die Insel kommen, weshalb Human Aid Now eine Gruppe von Freiwilligen gebeten hat, während der Abriegelung in Griechenland zu bleiben, um weiterhin operativ zu sein. Daher unterstützt der Stiftungsfonds Human Aid Now mit 3427,50€, um die Kosten für medizinische Büroräume, Unterkunft und Verpflegung der Freiwilligen zu decken.

  • Griechenland
  • 3.427,00
  • 3 Monate
  • 13. April 2020

Wir packen's an e.V.

Corona Hilfsprojekt für Geflüchtete auf Chios

Gemeinsam mit dem Projektpartner Salvamento Marítimo Humanitario (SMH) richtet Wir packen's an e.V. eine Klinik zur medizinischen Versorgung von geflüchteten Menschen auf Chios ein. Aufgrund der COVID-19 Pandemie und der Dringlichkeit der Situation unterstützt der Stiftungsfonds die Anschaffung von medizinischem Material, die Lohnkosten für Ärzt*innen sowie die Anmietung von zusätzlichen Räumlichkeiten mit 18.000€.

  • Griechenland
  • 18.000,00
  • 3 Monate
  • 21. März 2020

Refugee Law Clinic Berlin e.V.

Rechtsinformationsprojekt auf Samos

Seit Frühjahr 2018 ist das Rechtsinformationsprojekt auf der griechischen Insel Samos Teil der Refugee Law Clinic (RLC) Berlin. Ein Team aus Rechtsberater*innen und Sprachmittler*innen informiert über das Asylverfahren der Europäischen Union, führt Anhörungsvorbereitungen durch und unterstützt bei Familien- zusammenführungen. Die RLC Berlin unterstützt Geflüchtete zudem bei Verfahren vor nationalen Gerichten in Griechenland und bei Beschwerden vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der Stiftungsfonds fördert die Refugee Law Clinic Berlin mit einem Betrag von 60.000€ für die Fortführung des Projekts bis 2021. Aufgrund der Corona Pandemie verzögert sich der Projekt- und Förderzeitraum.

  • Griechenland
  • 63.281,00
  • 1 Jahr
  • 19. März 2020

Clandestini e.V.

Kampagnenförderung für “Free El Hiblu 3”

In Malta werden drei Jugendliche (15, 16, und 19 Jahre alt) des Terrorismus beschuldigt. Sie gehörten zu einer Gruppe von Geflüchteten, die am 26. März 2019 auf einem Schlauchboot aus Libyen flohen. Sie gerieten in Seenot und wurden durch die Besatzung des Frachtschiffes El Hiblu 1 gerettet. In Absprache mit der europäischen Militäroperation EUNAVFOR MED sollte die Besatzung die Geretteten nach Libyen zurückzubringen. Die Geflüchteten protestierten gegen ihre Rückkehr und überzeugten die Besatzung der El Hiblu 1 nach Malta zu steuern. Während des Protests wurde weder jemand verletzt, noch entstand ein Sachschaden. Die drei Jugendlichen wurden nach ihrer Ankunft in Malta dennoch verhaftet. Vor einem maltesischen Gericht werden die “El Hiblu 3” nun wegen Terrorismus angeklagt. Zusammen mit weiteren Gruppen, Aktivist*innen und Geflüchteten des Frachtschiffs El Hiblu 1 wird eine mediale Solidaritätskampagne organisiert, die auf diesen Fall aufmerksam machen soll. Der Stiftungsfonds unterstützt die Kampagne mit 10.000€, die für die Erstattung von Auslagen (Reisekosten, Produktionskosten von Video & Website, Mobilisierung von Unterstützer*innen, Übersetzungskosten, Organisation einer Pressekonferenz) und den Kampagnenstart eingesetzt werden.

  • Malta
  • 10.000,00
  • 1 Jahr
  • 19. März 2020

SOS MEDITERRANEE

Struktureller Ausbau der Geschäftsstelle im Bereich Spendenakquise und Mobilisierung

SOS MEDITERRANEE ist eine europäische, maritime und humanitäre Organisation zur Rettung Schiffbrüchiger im Mittelmeer. Mit ihrem Rettungsschiff Ocean Viking rettet SOS MEDITERRANEE Menschen aus Seenot. Der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung unterstützt SOS MEDITERRANEE mit Fördermitteln in Höhe von 30.000€. Diese werden für die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Situation im Mittelmeer sowie die Akquise weiterer Fördermittel für die Arbeit der zivilen Seenotrettung eingesetzt.

  • Deutschland
  • 30.000,00
  • 1 Jahr
  • 3. März 2020

Seebrücke (Mensch Mensch Mensch e.V)

Europa von unten: Mapping solidarischer Praxen auf kommunaler Ebene

Im Rahmen des Projekts Board4Cities soll die europaweite Vernetzung zwischen der Zivilgesellschaft und Kommunen vorangebracht werden. Dabei sollen transnationale Kampagnen im Kontext der kommunalen Aufnahme von Geflüchteten entstehen. Außerdem soll ein interaktives Mapping geschaffen werden, um fortschrittliche Verwaltungspraxis im Bereich kommunaler Aufnahme zu dokumentieren. Der Stiftungsfonds übernimmt die Kosten für eine Koordinations- (à 30 Std./Woche) und eine Kommunikationsstelle (à 20 Std./Woche) für den Zeitraum Februar 2020 bis Februar 2021.

  • Deutschland
  • 64.500,00
  • 1 Jahr
  • 8. Februar 2020

Attika Human Support

Such- und Rettungsmission in der Ägäis

Nomad Boot

Attika Human Support betreibt ein Lager für die Verteilung humanitärer Hilfsmittel auf Lesvos, sowie ein Integrations-, Wohn- und Sportprojekt. Seit kurzem hat die Organisation nun wieder ihre Search and Rescue (SAR) Missionen in der Ägäis aufgenommen. Da die Zahl der Geflüchteten, die auf Lesbos ankommen, weiter ansteigt, besteht ein akuter Bedarf an Verstärkung. Attika will ein aktives Reaktionsteam bilden, das Geflüchteten und der lokalen Gemeinschaft, welche die Menschen aufnimmt, Unterstützung bietet. Der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung bewilligt 55.200€, um die laufenden Kosten der SAR-Mission für sechs Monate zu decken.

  • Griechenland
  • 55.200,00
  • 6 Monate
  • 27. Januar 2020

Civilfleet Support e.V.

CivilMRCC

Das Projekt CivilMRCC (Civil Maritime Rescue Coordination Center) hat drei konkrete Ziele: Erstens, die Entwicklung einer App, um die operative Arbeit der Seenotrettungsorganisationen besser zu koordinieren. Zweitens, die Erstellung einer umfangreichen Datenbank, welche sämtliche Daten über die Seenotrettung auf der zentralen Mittelmeer Route sichert. Und drittens, die Entwicklung einer Online-Map, um die Geschehnisse auf dem Mittelmeer öffentlich zugänglich zu machen. Der Stiftungsfonds übernimmt 60.000€ für zwei Stellen à 20 Std./Woche, die Finanzierung von Software und AIS Datensätzen, sowie Entwicklungs-, Wartungs- und Overheadkosten und fördert das Projekt mit einer Gesamtsumme von 60.600€.

  • Deutschland
  • 60.600,00
  • 1 Jahr
  • 9. Dezember 2019

Borderline Europe e.V

Kaution und persönliche Sicherheitsgarantie für El Hiblu 3

Der Stiftungsfonds übernimmt außerdem die Kaution und persönliche Sicherheitsgarantie der drei Jugendlichen à 10.000€, damit die Jugendlichen während des Strafverfahrens nicht in Untersuchungshaft sitzen müssen.

  • Malta
  • 30.000,00
  • Für die Dauer des Gerichtsprozesses
  • 17. November 2019

Mare Liberum

Finanzierung von zwei Arbeitsstellen zur Festigung der Menschenrechtsarbeit

Screenshot eines Gruppen-Videoanrufs

Mare Liberum e.V. beobachtet seit 2018 Menschenrechtsverletzungen auf den Fluchtrouten in der Ägäis. Nachdem der Verein durch die motivierte Mitarbeit vieler ehrenamtlicher Aktivist*innen gegründet wurde, braucht er nun hauptamtliche Strukturen, um seine Tätigkeiten – inhaltlich, strukturell und finanziell – auszubauen. Zur Festigung der Vereinsstrukturen fördert der Stiftungsfonds die Einrichtung von zwei 75%-Stellen mit 72.622,56€.

  • Deutschland
  • 72.622,00
  • 12 Monate
  • 13. November 2019

Forschungsgesellschaft Flucht und Migration

Instandhaltung der Web-Dokumentation migration-control.taz.de

Die Website migration-control.taz.de ist eine interdisziplinäre und transnationale Plattform zur Dokumentation europäischer Migrationskontrolle in Afrika. Sie dokumentiert und hinterfragt migrationsspezifische Abkommen zwischen verschiedenen Akteur*innen, ihre wirtschaftlichen Interessen, die Zweckentfremdung von Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit, sowie neue Absatzmärkte der Rüstungsindustrie. Darüber hinaus zeigt sie, wie Menschenrechte durch europäische Migrationspolitik verletzt werden und innerafrikanische Bewegungsfreiheit behindert wird. Die Website ist auf dem Stand von 2017 und soll nun durch ein internationales Team von Journalist*innen und Wissenschaftler*innen, koordiniert durch die Forschungsgesellschaft Flucht und Migration (FFM) e.V., aktualisiert und von einem transnationalen Autor*innen-Kollektiv dauerhaft aktuell gehalten werden. Der Stiftungsfonds unterstützt die erste Projektphase mit einem Beitrag von 5.000€.

  • Deutschland
  • 5.000,00
  • 6 Monate
  • 22. Oktober 2019

Sea-Eye e.V.

Förderung zweier Personalstellen bei Sea-Eye

Foto von See-Eye Boot

Die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye erhält eine Fördersumme von 60.000€, um nachhaltige Vereinsstrukturen aufzubauen und somit kommende Rettungsmissionen langfristig finanzieren zu können. Es werden zwei Stellen in den Bereichen Fundraising (50%) und Öffentlichkeitsarbeit (75%) geschaffen.

  • Deutschland
  • 60.000,00
  • 1 Jahr
  • 30. September 2019

Civilfleet Support e.V.

Anwaltskosten für El Hiblu 3

Screenshot aus einem Video, schwarzer Bildschirm, Text liest:  "And some of us, we new it wasn't Europe we were going to"

In Malta werden drei Jugendliche (15, 16, und 19 Jahre alt) des Terrorismus beschuldigt. Sie gehörten zu einer Gruppe von Geflüchteten, die am 26. März 2019 auf einem Schlauchboot aus Libyen flohen. Sie gerieten in Seenot und wurden durch die Besatzung des Frachtschiffes El Hiblu 1 gerettet. In Absprache mit der europäischen Militäroperation EUNAVFOR MED sollte die Besatzung die Geretteten nach Libyen zurückzubringen. Die Geflüchteten protestierten gegen ihre Rückkehr und überzeugten die Besatzung der El Hiblu 1 nach Malta zu steuern. Während des Protests wurde weder jemand verletzt, noch entstand ein Sachschaden. Die drei Jugendlichen wurden nach ihrer Ankunft in Malta dennoch verhaftet. Vor einem maltesischen Gericht werden die “El Hiblu 3” nun wegen Terrorismus angeklagt. Ihnen drohen Haftstrafen zwischen 7 Jahren und lebenslänglich. Widerstand gegen illegale Rückführungen nach Libyen ist kein Verbrechen. Der Stiftungsfonds übernimmt die Kosten für die Verteidigung der drei Jugendlichen vor Gericht mit insgesamt 70.000€.

  • Malta
  • 70.000,00
  • Für die Dauer des Gerichtsprozesses
  • 9. Januar 2019