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Geförderte Projekte

Wir fördern Organisationen und Projekte die sich für sicherere, legale Fluchtwege und sichere Häfen engagieren und sich der Kriminalisierung von Flucht und Migration entgegenstellen. Der Fokus liegt dabei auf dem Mittelmeer(raum).

Civilfleet Support e.V.

Medical Support Moria

  • Griechenland
  • 8.000,00

Die Situation der Geflüchteten, die auf Lesbos leben müssen, spitzt sich weiter zu. Gleichzeitig fehlen den vor Ort arbeitenden medizinischen NGOs die Mittel, um dringend notwendige Unterstützung zu leisten. Daher hilft Civilfleet Support bei der Bestellung von Material und Medikamenten und übernimmt den Transport auf die Insel.

No Name Kitchen

Förderung sicherer Fluchtmittel und Unterstützung

  • Griechenland, Bosnien-Herzegovina, Serbien, und Montenegro
  • 37.584,00

Das Ziel von No Name Kitchen ist es, alle Menschen in ihrem Recht auf eine bessere Zukunft zu unterstützen. Wir sind auf Grenzgebiete spezialisiert, in denen Menschen versuchen Grenzen zu überqueren und zurückgedrängt zu werden. Wir tun dies, indem wir humanitäre Hilfe (Nahrungsmittel, NFIs und Gesundheitsversorgung) leisten und über Grenzgewalt berichten, um das Bewusstsein zu schärfen und für eine politische Veränderung einzutreten.

Medical Volunteers International

Just Help - medizinische Hilfe für geflüchtete Menschen auf Lesvos und in Athen

  • Griechenland
  • 25.000,00

Medical Volunteers International e.V. leistet seit 2016 mit Freiwilligen aus aller Welt an drei Standorten in Griechenland medizinische Hilfe für Geflüchtete. Dabei sind sie eine der wenigen medizinischen Organisationen, die in der Hochphase der Corona Zeit durchgängig aktiv waren. Es entstehen derzeit immer noch Mehrkosten durch Corona (vor allem Schutzkleidung und Desinfektionsmittel) andererseits plant MVI, die eigene Arbeit weiterzuentwickeln (Ausweitung auf weitere Camps, Aufbau einer Vermittlungsplattform für Dolmetscher*innen aus der von refugee community). Beide Bereiche „Covid 19 response" und „Weiterentwicklung der Arbeit vor Ort“ verbessern die Situation der Geflüchteten in Griechenland insgesamt.

Equal Rights Beyond Borders

Menschenrechte schützen - Zugang zu Recht sicherstellen

  • Griechenland
  • 45.000,00

Equal Rights Beyond Borders ist eine Menschenrechtsorganisation, die sich konsequent für die Rechte Schutzsuchender einsetzt. Unser Schwerpunkt liegt auf Familienzusammenführung, dem Schutz von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, unrecht- mäßiger Inhaftierung und schweren Menschenrechtsverletzungen. Wir haben Büros auf der ostägäischen Insel Chios, in Athen, in Berlin und ab 2020 auf Kos. Wir vertreten Menschen in ganz Griechenland und Deutschland vor Behörden, wie der Asylbehörde, und vor nationalen und europäischen Gerichten.

borderline-europe

Vom Meer in die Städte - Monitoring der intransparenten EU-Ad-hoc-Relocations

  • Deutschland und Sizilien
  • 44.900,00

Gemeinsam gehen Sea-Watch, borderline Sicilia, borderline-europe und die Flüchtlingsräte den rechtswidrigen Verfahren der EU ad hoc relocation nach: vom Stand-Off vor den Europäischen Küsten, über fragwürdige Sicherheitsüberprüfungen des deutschen Verfassungsschutzes bis zur Ankunft in Deutschland.

Durch die Unterstützung des Stiftungsfonds zivile Seenotrettung ist es uns möglich, zwischen Juni 2020 und Februar 2021 herauszufinden, inwiefern Grundrechte im Rahmen der EU ad hoc relocation verletzt werden. Mittels Interviews in Italien und Deutschland, sowie detaillierten Hintergrundrecherchen zur Kriminalisierung der angekommenen Personen durch den deutschen Verfassungsschutz in Malta und Italien, werden wir eine ausführliche Dokumentation erstellen. Diese bildet Grundlage und Ausgangspunkt für eine Kampagne für Relocation und Bleiberecht, die die Bedürfnisse der Personen in den Vordergrund stellt, die in der EU ankommen. Wir fordern, dass Sicherheitsüberprüfungen durch den deutschen Verfassungsschutz in Italien und Malta eingestellt werden und die Menschen nach ihrer Ankunft ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen- und dort bleiben können, wo sie sich wohl fühlen.

Northern Lights Aid

#LeaveNoOneBehind Unterstützung von Menschen auf der Flucht in Griechenland während Covid-19

  • Griechenland
  • 10.000,00

Northern Lights Aid (NLA) ist eine kleine NGO, die die Bewohner*innen des Flüchtlingslagers Perigiali in Kavala, Griechenland, unterstützt. Mit der Verteilung von Nahrungsmitteln, Kleidung, Hygieneartikeln und anderem Material versucht NLA, die grundlegenden Lebensbedürfnisse der Betroffenen zu sichern. Nur wenige Gehminuten vom Lager entfernt gelegen, bietet Northern Lights Aid eine sichere Umgebung zum Lernen, Gestalten und Knüpfen von Kontakten durch Englischunterricht, einen skill-sharing Workshop, einen Gemeinschaftsgarten und ein professionelles, kostenloses Bekleidungsgeschäft. Die NLA arbeitet eng mit den Einheimischen und den Lagerbewohner*innen zusammen, um die soziale Eingliederung und Solidarität innerhalb der Gemeinschaft zu fördern. Das kürzlich erweiterte Nothilfeprogramm unterstützt besonders gefährdete Familien mit Hilfe von Nahrungsmitteln, Medikamenten und Transport, um einen reibungslosen Ablauf des Asylverfahrens zu gewährleisten.

Lesvos Solidarity

Advocacy Unterstützung für Lesvos Solidarity

  • Griechenland
  • 6.000,00

Lesvos ist zu einem Laboratorium geworden, in dem die Regierungen und Institutionen der EU schädliche Asyl- und Migrationspolitik und -praktiken testen. Es ist von entscheidender Bedeutung, die schädlichen Auswirkungen und Folgen dieser Politiken und Praktiken auf das Leben der Menschen in Lesbos zu dokumentieren und anzuprangern und die Stimmen von der Basis aus zu verstärken.

Im aktuellen Kontext versucht die Solidaritätsbewegung Lesbos, ihre Advocacy- und Öffentlichkeitsarbeit auszuweiten. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Solidaritätsbewegung von Lesbos bei ihren Bemühungen zur Bekämpfung dieser unmenschlichen Politik zu unterstützen, indem es eine bessere Koordination zwischen den wichtigsten Akteur*innen vor Ort sicherstellt und proaktive Strategien und Kooperationen in ganz Europa aufbaut.

Infomobile Greece

Rafiq

  • Griechenland
  • 31.000,00

Infomobile ist eine antirassistische basisdemokratische Organisation mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, die seit mehr als einem Jahrzehnt in Griechenland aktiv ist. Wir treffen Menschen, die auf den Straßen, Plätzen und außerhalb der Lager unterwegs sind, sowohl auf den Inseln der Ägäis als auch auf dem Festland. Wir teilen und tauschen Informationen in nicht-hierarchischen Begegnungen aus und schaffen Ressourcen, die frei geteilt werden. Wir unterstützen Einzelpersonen mit Rechtsberatung und in Notfällen auch mit Rechtsbeistand, um gegen diskriminierende und dysfunktionale Verfahren und repressive Gesetze zu kämpfen, die Menschen hinter Gitter bringen, den Zugang zu internationalem Schutz und Unterkunft behindern, Kinder Gefahren aussetzen, die Familien und Menschen mit regelmäßigem Aufenthalt ohne Zukunftsperspektiven auseinander halten. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Unterstützung des Kampfes derjenigen, die nach Griechenland kommen, für ihr Bleiberecht und legale Wege aus Griechenland heraus, wie z.B. Familienzusammenführungen. Auf unserem Blog dokumentieren wir Menschenrechtsverletzungen: Die erzwungene Rückkehr von Menschen nach Griechenland, Pushbacks in die Türkei, die unmenschlichen Bedingungen in den Brennpunkten der ägäischen Inseln und in den Lagern auf dem Festland, Wohnungslosigkeit und viele andere Ungerechtigkeiten, mit denen Geflüchtete in Griechenland konfrontiert sind, wie z.B. Polizeigewalt in Patras, Vertreibungen und Razzien in Igoumenitsa, Idomeni und Geflüchtetenunterkünfte in Athen. Wir bringen die Stimmen von Menschen zu Gehör, die in Gefangenenlagern und anderen selbstorganisierten Kämpfen für Bleiberecht und Bewegungsfreiheit protestieren und trauern um die Toten an der Grenze. Obwohl unsere organisation ihren Sitz in Griechenland hat, bauen und stärken wir Netzwerke der Solidarität über die Grenzen hinweg. Von den Meeren bis in die Städte!

Josoor - Verein zur Vernetzung von Flüchtlingen und Unterstützungsinitiativen

Unterstützung für Pushback Opfer an der türkisch-griechischen Grenze

  • Türkei
  • 15.000,00

Seit März 2020 versorgt und unterstützt Josoor Geflüchtete in der Türkei. Zusätzlich dokumentiert der Verein Menschenrechtsverletzungen und Gewalt an den EU Außengrenzen mit der Türkei, sowohl an Land als auch in der Ägäis. Sie setzen sich für ein humanes Asyl- und Migrationssystem und grenzüberschreitende internationale Solidarität ein. Als Teil des Border Violence Monitoring Networks und in Zusammenarbeit mit internationale Medien veröffentlichen sie insbesondere die illegalen und gewaltsamen Pushbacks aus Griechenland und Bulgarien.

KlikAktiv - Center for Development of Social Policies

Kostenloser Rechtsbeistand für Menschen auf der Flucht in Serbien

  • Serbien
  • 30.000,00

Das Projekt soll Menschen auf der Flucht und Asylsuchende in Serbien Zugang zu kostenloser Rechtshilfe und sozialer Unterstützung eröffnen. Es richtet sich vor allem an diejenigen, die sich außerhalb des Asylsystems befinden und daher ihre Rechte und Pflichten sowie ihren Status in Serbien nicht kennen. Dieses Projekt wird auch Zeugenaussagen über die gewalttätigen Pushbacks aus den EU-Mitgliedstaaten und über Polizeigewalt sammeln. Nicht zuletzt wird es humanitäre Helfer*innen und Aktivist*innen unterstützen und ihnen in Fällen der Kriminalisierung von humanitärer Arbeit und Solidarität rechtlichen Beistand leisten.

Mushkila Kabira

Informationen und Einzelfallberatung für Asylsuchende und Geflüchtete in Griechenland

  • Griechenland
  • 20.990,00

Mobile Info Team ist eine Freiwilligenorganisation welche Informationen für Asylsuchende, Geflüchtete und Migrant*innen in Griechenland und anderen europäischen Ländern über das Asylverfahren und andere relevanten Themen bereitstellt. Außerdem unterstützt das Team Einzelfälle, hauptsächlich in Familienzusammenführungen, aber auch beispielsweise bei der Vorbereitung auf die Asylanhörung oder bei Anträgen auf Integrationsmaßnahmen. Zusätzlich sammelt Mobile Info Team Erfahrungsberichte von Asylsuchenden um ihre Rechte durch Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.

Sea-Eye

Nothilfe für Sea-Eye

  • Deutschland
  • 60.000,00

Aufgrund eines plötzlichen Spendeneinbruchs als Folge der Corona Pandemie fördert der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye mit 60.000€. Der Förderbetrag wird für die Durchführung der kommenden Mission des Schiffes Alan Kurdi aufgewendet.

SAR Relief

Search and Rescue Relief Project Funding

  • Großbritannien
  • 50.000,00

Search and Rescue Relief (SARR) ist eine in 2019 gegründete Organisation, die andere zivile Seenotrettungs-NGOs mit der Bereitstellung von technischem Equipment unterstützt. SARR will in den kommenden Jahren die Unterstützung für andere operationelle NGOs im zentralen Mittelmeerraum und in der Ägäis fortsetzen und erweitern. Diese sollen kostenlos mit professionellen Such- und Rettungsmitteln, finanzieller Projektunterstützung und -verwaltung, Werftarbeiten, sowie der Ausbildung von Freiwilligen unterstützt werden.

Civilfleet Support e.V.

Aid Delivery Lesvos

  • Griechenland
  • 15.000,00

Im Zuge der Corona Pandemie soll das Projekt medizinische NGOs in Moria unterstützen, um Geflüchteten eine grundlegende gesundheitliche Versorgung bereitstellen zu können. Medikamente und nicht-pharmazeutisches Material werden nach Lesvos gebracht. Darüber hinaus werden Logistik sowie Know-How bereitgestellt. Der Stiftungsfonds übernimmt die Kosten von 15.000€ für die Materialbeschaffung, Logistik und Organisation.

Salvamento Marítimo Humanitario (SMH)

AITA MARI: MAYDAYTERRANEO

  • Griechenland
  • 29.990,00

Die baskische Organisation Salvamento Marítimo Humanitario (SMH) setzt sich durch den Einsatz des Rettungsschiffs Aita Mari für die Rettung von Menschen in Seenot ein. Darüber hinaus ist SMH mit einem medizinischen Projekt auf der Insel Chios im Einsatz. Durch die Corona Pandemie sind unvorhersehbare zusätzliche Kosten entstanden, die ad hoc gedeckt werden müssen. Der Stiftungsfonds unterstützt SMH mit 30.000€, um die Fortführung ihrer Seenotrettungsmissionen sicherzustellen.

FENIX Humanitarian Legal Aid

Schutz besonders gefährdeter Personengruppen während COVID-19 in Moria

  • Griechenland
  • 10.000,00

Die aktuelle Corona Pandemie und die daraus resultierenden Lockdown-Maßnahmen stellen eine Gefahr für besonders gefährdete Personengruppen wie Frauen und Kinder dar. FENIX unterstützt sie von der Bereitstellung von Kleidung über den Zugang zu Bildung für junge Menschen bis hin zu Anhörungsvorbereitungen im Rahmen des Asylverfahrens. Der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung bewilligt 10.000€, um die Arbeit während den aktuellen Einschränkungen weiterhin gewährleisten zu können.

Human Aid Now

Umbau der medizinischen Klinik zur Einhaltung der COVID-19 Sperrvorschriften auf Samos

  • Griechenland
  • 3.427,00

Human Aid Now leistet medizinische Versorgung auf der griechischen Insel Samos. Aufgrund überfüllter Lager und fehlender Dienstleistungen ist die medizinische Versorgung auf der Insel mangelhaft. Mit einer Gruppe von 15 bis 30 Freiwilligen und Übersetzer*innen bietet Human Aid Now täglich über hundert Menschen eine medizinische Grundversorgung und überweist medizinische Fälle an das Krankenhaus. Aufgrund der Sperrregeln während der Corona Pandemie werden zusätzliche medizinische Büroräume benötigt. Außerdem können internationale Freiwillige nicht mehr auf die Insel kommen, weshalb Human Aid Now eine Gruppe von Freiwilligen gebeten hat, während der Abriegelung in Griechenland zu bleiben, um weiterhin operativ zu sein. Daher unterstützt der Stiftungsfonds Human Aid Now mit 3427,50€, um die Kosten für medizinische Büroräume, Unterkunft und Verpflegung der Freiwilligen zu decken.

Wir packen's an e.V.

Corona Hilfsprojekt für Geflüchtete auf Chios

  • Griechenland
  • 18.000,00

Gemeinsam mit dem Projektpartner Salvamento Marítimo Humanitario (SMH) richtet Wir packen's an e.V. eine Klinik zur medizinischen Versorgung von geflüchteten Menschen auf Chios ein. Aufgrund der COVID-19 Pandemie und der Dringlichkeit der Situation unterstützt der Stiftungsfonds die Anschaffung von medizinischem Material, die Lohnkosten für Ärzt*innen sowie die Anmietung von zusätzlichen Räumlichkeiten mit 18.000€.

Refugee Law Clinic Berlin e.V.

Rechtsinformationsprojekt auf Samos

  • Griechenland
  • 63.281,00

Seit Frühjahr 2018 ist das Rechtsinformationsprojekt auf der griechischen Insel Samos Teil der Refugee Law Clinic (RLC) Berlin. Ein Team aus Rechtsberater*innen und Sprachmittler*innen informiert über das Asylverfahren der Europäischen Union, führt Anhörungsvorbereitungen durch und unterstützt bei Familien- zusammenführungen. Die RLC Berlin unterstützt Geflüchtete zudem bei Verfahren vor nationalen Gerichten in Griechenland und bei Beschwerden vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der Stiftungsfonds fördert die Refugee Law Clinic Berlin mit einem Betrag von 60.000€ für die Fortführung des Projekts bis 2021. Aufgrund der Corona Pandemie verzögert sich der Projekt- und Förderzeitraum.

Clandestini e.V.

Kampagnenförderung für “Free El Hiblu 3”

  • Malta
  • 9.993,00

In Malta werden drei Jugendliche (15, 16, und 19 Jahre alt) des Terrorismus beschuldigt. Sie gehörten zu einer Gruppe von Geflüchteten, die am 26. März 2019 auf einem Schlauchboot aus Libyen flohen. Sie gerieten in Seenot und wurden durch die Besatzung des Frachtschiffes El Hiblu 1 gerettet. In Absprache mit der europäischen Militäroperation EUNAVFOR MED sollte die Besatzung die Geretteten nach Libyen zurückzubringen. Die Geflüchteten protestierten gegen ihre Rückkehr und überzeugten die Besatzung der El Hiblu 1 nach Malta zu steuern. Während des Protests wurde weder jemand verletzt, noch entstand ein Sachschaden. Die drei Jugendlichen wurden nach ihrer Ankunft in Malta dennoch verhaftet. Vor einem maltesischen Gericht werden die “El Hiblu 3” nun wegen Terrorismus angeklagt. Zusammen mit weiteren Gruppen, Aktivist*innen und Geflüchteten des Frachtschiffs El Hiblu 1 wird eine mediale Solidaritätskampagne organisiert, die auf diesen Fall aufmerksam machen soll. Der Stiftungsfonds unterstützt die Kampagne mit 10.000€, die für die Erstattung von Auslagen (Reisekosten, Produktionskosten von Video & Website, Mobilisierung von Unterstützer*innen, Übersetzungskosten, Organisation einer Pressekonferenz) und den Kampagnenstart eingesetzt werden.

SOS MEDITERRANEE

Struktureller Ausbau der Geschäftsstelle im Bereich Spendenakquise und Mobilisierung

  • Deutschland
  • 30.000,00

SOS MEDITERRANEE ist eine europäische, maritime und humanitäre Organisation zur Rettung Schiffbrüchiger im Mittelmeer. Mit ihrem Rettungsschiff Ocean Viking rettet SOS MEDITERRANEE Menschen aus Seenot. Der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung unterstützt SOS MEDITERRANEE mit Fördermitteln in Höhe von 30.000€. Diese werden für die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Situation im Mittelmeer sowie die Akquise weiterer Fördermittel für die Arbeit der zivilen Seenotrettung eingesetzt.

Seebrücke (Mensch Mensch Mensch e.V)

Europa von unten: Mapping solidarischer Praxen auf kommunaler Ebene

  • Deutschland
  • 64.500,00

Im Rahmen des Projekts Board4Cities soll die europaweite Vernetzung zwischen der Zivilgesellschaft und Kommunen vorangebracht werden. Dabei sollen transnationale Kampagnen im Kontext der kommunalen Aufnahme von Geflüchteten entstehen. Außerdem soll ein interaktives Mapping geschaffen werden, um fortschrittliche Verwaltungspraxis im Bereich kommunaler Aufnahme zu dokumentieren. Der Stiftungsfonds übernimmt die Kosten für eine Koordinations- (à 30 Std./Woche) und eine Kommunikationsstelle (à 20 Std./Woche) für den Zeitraum Februar 2020 bis Februar 2021.

Attika Human Support

Aegean Sea Search & Rescue Mission

  • Griechenland
  • 55.200,00
Nomad Boot

Attika Human Support betreibt ein Lager für die Verteilung humanitärer Hilfsmittel auf Lesvos, sowie ein Integrations-, Wohn- und Sportprojekt. Seit kurzem hat die Organisation nun wieder ihre Search and Rescue (SAR) Missionen in der Ägäis aufgenommen. Da die Zahl der Geflüchteten, die auf Lesbos ankommen, weiter ansteigt, besteht ein akuter Bedarf an Verstärkung. Attika will ein aktives Reaktionsteam bilden, das Geflüchteten und der lokalen Gemeinschaft, welche die Menschen aufnimmt, Unterstützung bietet. Der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung bewilligt 55.200€, um die laufenden Kosten der SAR-Mission für sechs Monate zu decken.

Civilfleet Support e.V.

CivilMRCC

  • Deutschland
  • 60.600,00

Das Projekt CivilMRCC (Civil Maritime Rescue Coordination Center) hat drei konkrete Ziele: Erstens, die Entwicklung einer App, um die operative Arbeit der Seenotrettungsorganisationen besser zu koordinieren. Zweitens, die Erstellung einer umfangreichen Datenbank, welche sämtliche Daten über die Seenotrettung auf der zentralen Mittelmeer Route sichert. Und drittens, die Entwicklung einer Online-Map, um die Geschehnisse auf dem Mittelmeer öffentlich zugänglich zu machen. Der Stiftungsfonds übernimmt 60.000€ für zwei Stellen à 20 Std./Woche, die Finanzierung von Software und AIS Datensätzen, sowie Entwicklungs-, Wartungs- und Overheadkosten und fördert das Projekt mit einer Gesamtsumme von 60.600€.

Borderline Europe e.V

Kaution und persönliche Sicherheitsgarantie für El Hiblu 3

  • Malta
  • 30.000,00

Der Stiftungsfonds übernimmt außerdem die Kaution und persönliche Sicherheitsgarantie der drei Jugendlichen à 10.000€, damit die Jugendlichen während des Strafverfahrens nicht in Untersuchungshaft sitzen müssen.

  • Bewilligt am 17. November 2019
  • Förderzeitraum Für die Dauer des Gerichtsprozesses
  • zur Website

Mare Liberum

Finanzierung von zwei Arbeitsstellen zur Festigung der Menschenrechtsarbeit

  • Deutschland
  • 72.623,00
Screenshot eines Gruppen-Videoanrufs

Mare Liberum e.V. beobachtet seit 2018 Menschenrechtsverletzungen auf den Fluchtrouten in der Ägäis. Nachdem der Verein durch die motivierte Mitarbeit vieler ehrenamtlicher Aktivist*innen gegründet wurde, braucht er nun hauptamtliche Strukturen, um seine Tätigkeiten – inhaltlich, strukturell und finanziell – auszubauen. Zur Festigung der Vereinsstrukturen fördert der Stiftungsfonds die Einrichtung von zwei 75%-Stellen mit 72.622,56€.

Forschungsgesellschaft Flucht und Migration

Instandhaltung der Web-Dokumentation migration-control.taz.de: EU Externalisierung von Grenzschutz und Migrationskontrolle

  • Deutschland
  • 5.000,00

Die Website migration-control.taz.de ist eine interdisziplinäre und transnationale Plattform zur Dokumentation europäischer Migrationskontrolle in Afrika. Sie dokumentiert und hinterfragt migrationsspezifische Abkommen zwischen verschiedenen Akteur*innen, ihre wirtschaftlichen Interessen, die Zweckentfremdung von Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit, sowie neue Absatzmärkte der Rüstungsindustrie. Darüber hinaus zeigt sie, wie Menschenrechte durch europäische Migrationspolitik verletzt werden und innerafrikanische Bewegungsfreiheit behindert wird. Die Website ist auf dem Stand von 2017 und soll nun durch ein internationales Team von Journalist*innen und Wissenschaftler*innen, koordiniert durch die Forschungsgesellschaft Flucht und Migration (FFM) e.V., aktualisiert und von einem transnationalen Autor*innen-Kollektiv dauerhaft aktuell gehalten werden. Der Stiftungsfonds unterstützt die erste Projektphase mit einem Beitrag von 5.000€.

Sea-Eye e.V.

Förderung zweier Personalstellen bei Sea-Eye

  • Deutschland
  • 60.000,00
Foto von See-Eye Boot

Die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye erhält eine Fördersumme von 60.000€, um nachhaltige Vereinsstrukturen aufzubauen und somit kommende Rettungsmissionen langfristig finanzieren zu können. Es werden zwei Stellen in den Bereichen Fundraising (50%) und Öffentlichkeitsarbeit (75%) geschaffen.

Civilfleet Support e.V.

Anwaltskosten für El Hiblu 3

  • Malta
  • 70.000,00
Screenshot aus einem Video, schwarzer Bildschirm, Text liest:  "And some of us, we new it wasn't Europe we were going to"

In Malta werden drei Jugendliche (15, 16, und 19 Jahre alt) des Terrorismus beschuldigt. Sie gehörten zu einer Gruppe von Geflüchteten, die am 26. März 2019 auf einem Schlauchboot aus Libyen flohen. Sie gerieten in Seenot und wurden durch die Besatzung des Frachtschiffes El Hiblu 1 gerettet. In Absprache mit der europäischen Militäroperation EUNAVFOR MED sollte die Besatzung die Geretteten nach Libyen zurückzubringen. Die Geflüchteten protestierten gegen ihre Rückkehr und überzeugten die Besatzung der El Hiblu 1 nach Malta zu steuern. Während des Protests wurde weder jemand verletzt, noch entstand ein Sachschaden. Die drei Jugendlichen wurden nach ihrer Ankunft in Malta dennoch verhaftet. Vor einem maltesischen Gericht werden die “El Hiblu 3” nun wegen Terrorismus angeklagt. Ihnen drohen Haftstrafen zwischen 7 Jahren und lebenslänglich. Widerstand gegen illegale Rückführungen nach Libyen ist kein Verbrechen. Der Stiftungsfonds übernimmt die Kosten für die Verteidigung der drei Jugendlichen vor Gericht mit insgesamt 70.000€.

  • Bewilligt am 9. Januar 2019
  • Förderzeitraum Für die Dauer des Gerichtsprozesses
  • zur Website