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Antrag stellen

Anträge sind in einem PDF Dokument an hello@stiftung-seenotrettung.org zu richten.

Wichtige Information:Der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung wird vorraussichtlich erst ab Januar 2021 wieder über Förderantranträge entscheiden.

Schwerpunkte

Schwerpunktmäßig sollen Projekte gefördert werden, die

  1. geringe Chancen auf andere Fördermöglichkeiten haben
  2. eine Diversität der Mittelvergabe garantieren
  3. eine Nachhaltigkeit der Mittelvergabe garantieren
  4. über den Einzelfall hinaus Auswirkungen auf den Gesamtkontext der Menschenrechtsarbeit im Bereich Flucht und Migration haben
  5. sich mit der Kriminalisierung von Flucht und Fluchthilfe beschäftigen
  6. Geflüchtete unterstützen, die über den Seeweg nach Europa fliehen bzw. geflohen sind
  7. sich für sichere Fluchtwege einsetzen
  8. Rechtshilfe leisten im Falle der Kriminalisierung
  9. Integrationsprojekte können grundsätzlich nicht gefördert werden

Wichtig:Gelder können nur an als gemeinnützig anerkannte Organisationen vergeben werden. Diese können jedoch wiederum gemäß ihrer Satzungszwecke Einzelpersonen unterstützen.

Benötigte Dokumente

In der Bundesrepublik Deutschland eingetragene Vereine

  1. Das Antragsformular
  2. Ein formloses Schreiben, in dem folgende Fragen beantwortet werden
    • Für was würde die beantragte Summe genau eingesetzt? Eine Kostenaufstellung ist gerade bei der Beantragung von größeren Summen hilfreich.
    • Welche Ziele hat das Vorhaben? Was soll sich durch das Vorhaben bzw. durch die beantragten Mittel verändern?
    • Welche Relevanz hat das Vorhaben in Bezug auf die Förderkriterien des Stiftungsfonds?
    • Wieso werden Gelder aus dem Stiftungsfonds benötigt? Welche anderen Finanzierungsmöglichkeiten wurden versucht (mit welchem Ergebnis)
  3. Die unterschriebene Selbstverpflichtungserklärung
  4. Ggf. zusätzliche Selbstverpflichtungserklärung für operative Seenotrettungsorganisationen
  5. Gemeinnützigkeitsbescheid
  6. Kostenkalkulation in Form einer Tabelle

Organisationen, die im EU-Ausland eingetragen sind

(In der eigenen Sprache und auf Deutsch / falls nicht möglich: auf Englisch)

Für die Förderung ausländische Organisationen gelten nach dem deutschen Gemeinnützigkeitsrecht erhöhte Anforderungen.

  1. Das Antragsformular
  2. Ein formloses Schreiben in dem folgende Fragen beantwortet werden
    • Für was würde die beantragte Summe genau eingesetzt ? Eine Kostenaufstellung ist gerade bei der Beantragung von größeren Summen hilfreich.
    • Welche Ziele hat das Vorhaben? Was soll sich durch das Vorhaben bzw. durch die beantragten Mittel verändern?
    • Welche Relevanz hat das Vorhaben in Bezug auf die Förderkriterien des Stiftungsfonds?
    • Wieso werden Gelder aus dem Stiftungsfonds benötigt? Welche anderen Finanzierungsmöglichkeiten wurden versucht (mit welchem Ergebnis)
  3. Die unterschriebene Selbstverpflichtungserklärung
  4. Ggf. zusätzliche Selbstverpflichtungserklärung für operative Seenotrettungsorganisationen
  5. Die Vereinssatzung
  6. Eintragung in das Vereins- oder Handelsregister
  7. Behördliche Bescheinigung über den steuerbefreiten oder gemeinnützigen Status der Organisation
  8. Letzter vorhandener Steuerbescheid des Finanzamts
  9. Namensliste der vertretungsberechtigten Personen, z.B. Geschäftsführer oder Vorstand
  10. Tätigkeitsbericht aus dem letzten Geschäftsjahr
  11. Finanzbericht (in der Regel in Form von Bilanz und Gewinn-/Verlustrechnung) für das letzte Geschäftsjahr
  12. Wirtschaftsplan für das laufende Jahr
  13. Eine formlose Begründung seitens der Organisation, warum eine Förderung gerade bei einer deutschen Stiftung beantragt wird

Wichtig:Sofern die Förderanträge in Partnerschaft mit einem deutschen gemeinnützigen Verein gestellt werden, entfallen die zusätzlichen Dokumentationspflichten.

Organisationen, die außerhalb der Europäischen Union eingetragen sind

Organisationen, die außerhalb der europäischen Union eingetragen sind, können Förderanträge allenfalls in Kooperation mit deutschen oder in der Europäischen Union eingetragenen Vereinen stellen.

Verpflichtungserklärung

Allgemeine Selbstverpflichtungserklärung

Werden Gelder beim Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung beantragt, muss die beantragende Organisation sich im Rahmen einer Selbstverpflichtungserklärung zu folgenden Grundsätzen bekennen:

  1. Über die zweckentsprechende Verwendung der Gelder ist bei Ablauf des Förderzeitraums unaufgefordert ein geeigneter Nachweis zu erbringen.
  2. Sollte das Projekt eingestellt werden, sind die noch nicht zweckentsprechend ausgegebenen Gelder zeitnah an den Stiftungsfonds zurückzuzahlen.
  3. Bei einem Verstoß gegen o.g. Bedingungen kann die gesamte Fördersumme zurückgefordert werden.

Bitte lade die allgemeine Selbstverpflichtungserklärung hier herunter.

Für operationelle Seenotrettungsorganisationen

Werden Gelder für eine operativ tätige Seenotrettungsorganisation beantragt, muss diese Organisation sich im Rahmen einer Selbstverpflichtungserklärung zu folgenden Grundsätzen bekennen:

  1. Ein POS (Place of Safety) kann nur in der Europäischen Union liegen. Gerettete Personen werden nicht in das Land zurückgebracht, aus dem das gerettete Boot abgelegt hat. Eine Ausschiffung nach Nordafrika oder in die Türkei findet nicht statt, ebenso wenig wie jede darauf abzielende Kommunikation mit den entsprechenden Behörden.
  2. Es werden keine Anhörungen für ein Asylverfahren an Bord durchgeführt. Eine Einbindung anderer NGOs oder zwischenstaatlicher Organisationen zu diesem Zweck ist ausgeschlossen.
  3. Über die zweckentsprechende Verwendung der Gelder ist bei Ablauf des Förderzeitraums unaufgefordert ein geeigneter Nachweis zu erbringen.
  4. Bei einem Verstoß gegen die Bedingungen zu 1., 2. oder 3. kann die Fördersumme zurückgefordert werden.

Bitte lade die Selbstverpflichtungserklärung für operative Seenotrettungsorganisationen hier herunter.